Gegen das Verkehrschaos: Baubeginn für dritte Bosporus Brücke ist schon im Mai

Die Finanzierung der dritten Bosporus-Brücke ist so gut wie abgeschlossen. Alle sieben türkischen Banken haben sich geeinigt, insgesamt 2.4 Milliarden US-Dollar zur Verfügung zu stellen. Baubeginn soll nun bereits im kommenden Mai sein.

Zehn Jahre hat es gedauert, nun konnten sich sieben türkische Banken auf die Vergabe von insgesamt 2,4 Milliarden US-Dollar für den Bau der dritten Bosporus-Brücke verständigen. Das gab İbrahim Çeçen von IC İçtaş, einem Unternehmen das Teil des ausführenden Konsortiums ist, bekannt. „Die Projekt-Vorbereitungen haben begonnen und der Darlehensvertrag mit sieben Banken ist in seinem Endstadium, so dass wir die Zustimmung des Finanzministeriums im April bekommen und das Fundament der Brücke im Mai beginnen können“, zitiert ihn die türkische Zeitung Hürriyet.

Brücken-Projekt galt bereits als gescheitert

Der Bau der dritten Istanbul-Brücke wurde an das türkisch-italienische Joint Venture İçtaş-Astaldi vergeben (mehr hier). Und dieses hat ein ambitioniertes Ziel: Binnen 36 Monaten soll die Brücke zu einem Preis von 4.5 Milliarden US-Dollar gebaut werden. Bereits Ende 2015 soll die Brücke zur Nutzung freigegeben werden, so der türkische VerkehrsministerBinali Yıldırım. Dabei stand das Projekt bereits zur vor dem Scheitern. Bis zur ersten Deadline Anfang 2012 lagen noch nicht einmal Angebote vor (mehr hier).

Bisher sind wenige Details über das neue Bauwerk bekannt. Wie Çeçen mitteilt, würden diese später von Premier Recep Tayyip Erdoğan bekannt gegeben. Er deutete lediglich an, dass alle Aspekte des Projekts bereit seien und verriet, dass die Beine der Brücke wie der Buchstabe „A“ aussehen würden.

Die geplante 1275 Meter lange Hängebrücke über den Bosporus soll die Nachbarschaft von Garipçe im Stadtteil Sarıyer auf der europäischen Seite mit Poyrazköy im Bezirk in Beykoz auf der asiatischen Seite verbinden. Die erste Bosporus-Brücke wurde 1973 erbaut. Die zweite, die Fatih Sultan Mehmet-Brücke, wurde 1988 fertiggestellt. Die dritte soll nun nach einem BOT-Modell entstehen – dem bisher größten seiner Art in der Türkei.

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