Türkei: Exporte und Importe steigen trotz negativer Handelsbilanz

Die Türkei weist eine negative Handelsbilanz auf. Der Grund liegt in hohen Importraten und einer hohen Inlandsnachfrage. Trotzdem hat das Land seit Beginn des Jahres ihre Export- und Importraten erhöht und versucht verstärkt in den gesamten Weltmarkt zu exportieren.

Sowohl die Exporte, als auch die Importe der Türkei sind im Januar 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Bei den Exporten verzeichnete das Land einen prozentualen Anstieg von 11,2 Pozent und erreichte damit ein Volumen in Höhe von 11,5 Miliarden Dollar. Die Importrate stieg um 7,6 Prozent auf ein Volumen von 18,8 Milliarden Dollar. Damit erhöhte sich auch das Handelsbilanz-Defizit um 2,4 Prozent und betrug 7,3 Milliarden Dollar, berichtet das Türkische Statistikamt (Turkstat).

Die Stadt Istanbul weist die größte negative Handelsbilanz auf. Denn neben den 76,7 Milliarden Dollar Exporteinnahmen im Jahr 2012,  gab es 119,6 Milliarden Dollar Importausgaben. Somit entstand ein Handelsbilanzdefizit in Höhe von 42,9 Milliarden Dollar. Trotzdem exportiert die Metropole nahezu die Hälfte aller türkischen Waren (mehr hier).

Der prozentuale Anteil der Importe aus der EU betrug im Januar 2012 noch 43,5 Prozent, während jener Anteil im Januar 2013 einen Rückgang auf 41,9 Prozent verzeichnete. Spitzenreiter bei den türkischen Importen war Russland. Hier hat das Land Produkte im Wert von 2,2 Milliarden Dollar importiert. Doch sind die Importe aus Russland zum Vorjahresmonat um 1,7 Prozent zurückgegangen.

Währenddessen sind die türkischen Exporte in den EU-Markt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,2 Prozent gestiegen. Erreicht wurde somit ein Exportvolumen in Höhe von 4,8 Milliarden Dollar. Alleine nach Deutschland haben türkische Unternehmen Waren im Wert von 1,5 Milliarden Dollar exportiert. Auch hier ist ein Anstieg von 2,4 Prozent festzustellen.

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