Neues Gesetz: Pflegeausbildung kann künftig verkürzt werden

Das Gesetz zur Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Altenpflege soll Pflegeberufe attraktiver machen. Die Finanzierung kann auch von der Bundesagentur für Arbeit übernommen werden – unter bestimmten Voraussetzungen ist eine verkürzte Ausbildung möglich.

Dem Fachkräftemangel in deutschen Kliniken, vor allem in ländlichen Regionen und in kleinen Krankenhäusern, will die Bundesregierung nun mit einer Gesetzesinitiative begegnen. Das Gesetz zur Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Altenpflege soll Pflegepersonal den Einstieg in den Beruf erleichtern.

Die Ausbildungszeit von Bewerbern mit bestimmten Vorkenntnissen soll um bis zu ein Drittel auf zwei Jahre verkürzt werden können. „Das steigert die Attraktivität des Berufs und ist ein Zeichen der Anerkennung für Pflegende, die sich bereits über Jahre hinweg für unsere älteren Mitbürger eingesetzt haben“, sagte Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) in einem Bericht des Ärzteblatts.

Durch eine Kompetenzfeststellung soll das Niveau der Altenpflege in Deutschland gehalten werden können. Die Bundesagentur für Arbeit kann durch das Gesetz außerdem auch die Finanzierung der Altenpflege-Weiterbildung über die ganzen drei Jahre übernehmen.

Der Gesetzesentwurf der Regierung wurde bereits vom Bundestag einstimmig übernommen und muss nur noch vom Bundesrat bestätigt werden. Die Regelungen sollen noch vor dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres in Kraft treten. Bis dahin soll bei den Zielgruppen für die neuen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten geworben werden.

Im Rahmen der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive bei der Altenpflege soll die Zahl der Auszubildenden durch die Maßnahmen stufenweise um jährlich zehn Prozent gesteigert werden. Etwa 4.000 Pflegehelfer sollen zu Altenpflegern ausgebildet werden. Derzeit können etwa 14.000 offene Stellen im Pflegesektor nicht besetzt werden, berichtet die Bundesagentur für Arbeit.

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