Syrien: Islamistische Rebellen nehmen 20 UN-Soldaten als Geiseln

Syrische Rebellen haben in der Nähe der Golan-Höhen 20 UN-Blauhelmsoldaten der UNDOF als Geiseln genommen. Ihnen wird vorgeworfen, dem Assad-Regime geholfen zu haben. Der UN-Rat fordert die sofortige und bedingungslose Freilassung der unbewaffneten UN-Beobachter. Doch das interessiert die Gegner der Assad-Regierung nicht. Sie zeigen keine positive Reaktion.

Vergangene Nacht haben 30 Mitglieder der „Freien Syrischen Armee“ (FSA), entlang der Golan-Höhen in der Stadt Dar’a, 20 UN-Blauhelme als Geiseln genommen. Sie sollen erst  freigelassen gewerden, nachdem sich die syrische Armee aus der Region zurückgezogen hat, erklärten die Rebellen in einer Videobotschaft. Bei den UN-Beobachtern (UNDOF) handelt es sich um Filipinos.

Die Jarmuk-Märtyrer-Brigade wirft den UN-Soldaten vor, der syrischen Armee bei den Vorbereitungen für eine Operation auf das Dorf Jamla, geholfen zu haben. Jamla ist derzeit unter der Kontrolle der Rebellen.

Die Aufgabe der UN-Soldaten sei die Prävention eines Krieges zwischen Israel und nicht die Einmischung in den Syrien-Konflikt. „Wir konnten feststellen, dass jene UN-Soldaten der syrischen Armee halfen um uns aufzulauern“, zitiert die Tageszeitung Sabah den Sprecher der Jarmuk-Märtyrer-Brigade, Muhammed al-Falih. Syrische Soldaten sollen das Feuer auf die Rebellen eröffnet haben.

Der Weltsicherheitsrat kam zu einer Sitzung zusammen und verurteilte die Geiselnahme. Es wird die bedingungslose Freilassung der Geiseln gefordert. Der russische UNO-Botschafter Witali Tschurkin erklärte, dass die unbewaffneten UN-Soldaten einer ständigen Gefahr ausgesetzt seien. Dies sei nun offensichtlich.

Zuvor hatte der US-Außenminister, John Kerry, bei seinem Türkei-Besuch gesagt, dass Washington die bewaffnete syrische Opposition mit 60 Millionen Dollar unterstützen werde (mehr hier).

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