Mordfall Sarai Sierra: Autopsie bringt keine Hinweise auf Drogen oder Vergewaltigung

Exakt einen Monat, nachdem die Le1iche der US-amerikanischen Touristin Sarai Sierra zurück in die USA überführt wurde, gibt es neue Details zu ihren Todesumständen. Wie aus einem forensischen Bericht hervorgeht, sei die zweifache Mutter in der Tat durch einen Schlag auf den Kopf gestorben. Hinweise auf Drogen oder eine Vergewaltigung wurden nicht gefunden.

Noch immer, so schreibt an diesem Donnerstag die türkische Zeitung Akşam, sei das Forensische Institut in Istanbul mit der Fertigstellung des vollständigen Autopsieberichts beschäftigt. Bis zu drei Monate, kündigten die Behörden Anfang Februar dieses Jahres an, könnte sich das Ganze auf Grund der Schwere des Falls hinziehen (mehr hier). Erste Details sind nun aber offenbar doch schon durchgesickert.

Demnach sollen auch die Fachleute davon ausgehen, dass sie US-Amerikanerin Sarai Sierra, die allein in der Türkei unterwegs war, durch einen heftigen Schlag auf den Kopf ums Leben kam. Derartige Spekulationen stellten die Medien bereits kurz nach dem Fund ihrer Leiche in den Raum (mehr hier). Andere Verletzungen, so heißt es weiter, seien an ihrem Körper nicht gefunden worden. Einzig ein paar Kratzer habe man ausmachen können, die wahrscheinlich vom ziehen oder tragen ihres Körpers stammten. Zur Untersuchung seien darüber hinaus DNA-Proben von Sarais Bruder David Jimenez verwendet worden.

Weitere Untersuchungen stehen noch an

Ebenfalls Klarheit soll der Bericht auch über weitere Verbrechen an der Touristin liefern. Wie das Medium weiter schreibt, habe man keine Hinweise auf eine Vergewaltigung finden können. Darüber hinaus fanden die Mediziner keine Spuren von Drogen in ihrem Blut. Weitere Untersuchungen durch eine Spezialabteilung stünden jedoch noch aus und würden in 20 Tagen an die zuständige Staatsanwaltschaft übermittelt.

Die US-Amerikanerin Sarai Sierra war am 7. Januar in die Türkei gereist. Für die Mutter zweier neun und elf Jahre alter Kinder war es die erste Auslandsreise ihres Lebens. In Istanbul soll sie vor allem zum Fotografieren unterwegs gewesen sein. Seit 21. Januar galt die junge Frau als vermisst. Am 2. Februar schließlich die traurige Gewissheit: Die türkische Polizei entdeckte ihre Leiche und startete darauf hin umfangreiche Ermittlungen. Schließlich gilt ihr Fundort als beliebte Anlaufstelle für Drogenkonsumenten und kriminelle Banden. Als Hauptverdächtiger gilt nach wie vor ein Mann namens Ziya T., der offenbar untergetaucht ist. Es wird vermutet, dass er sich in der südtürkischen Provinz İskenderun aufhalten könnte.

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