Internationaler Frauentag: Ministerin Öney erhält Clara-Zetkin-Preis

Die Integrationsministerin des Landes Baden-Württemberg, Bilkay Öney, erhält den Clara-Zetkin-Frauenpreis. Die Auszeichnung wird ihr von der Ortsfrauengruppe der IG Metall Heidenheim verliehen. Ihr Einsatz für Migranten und Frauen soll somit am internationalen Frauentag gewürdigt werden.

Die Ortsfrauengruppe der IG Metall Heidenheim hat sich dazu entschieden der Ministerin für Integration des Landes Baden-Württemberg, Bilkay Öney, den Clara-Zetkin-Preis zu verleihen. Sie soll den Preis am 8. März 2013 auf Schloss Hellenstein in Heidenheim überreicht bekommen. „Die Auszeichnung geht an engagierte Frauen, die für die Rechte anderer eintreten und Vorbildfunktion für Frauen haben“, heisst es in einer Mitteilung des Ministeriums für Integration Baden-Württemberg. 

Auserkoren für den Clara-Zetkin-Preis wurde Ministerin Öney, weil sie sich sowohl für die Gleichberechtigung von Migranten, als auch für die Frauenrechte einsetze. „Frauen haben es auch im Jahr 2013 immer noch in vielen Bereichen schwerer als Männer. Das trifft insbesondere auf Migrantinnen zu“, so Öney. Sie ist der Ansicht, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt ohnehin benachteiligt werden.

Umso schwieriger ist es für Frauen mit Migrationshintergrund. Denn sie verfügen oftmals nicht über ausreichende Deutschkenntnisse. Die Beschäftigungsquote sei bei ihnen weitaus geringer, was sie einem höheren Armutsrisiko aussetze. Zudem setzt sich Öney für Frauen ein, die unter häuslicher Gewalt und Zwangsverheiratung leiden.

Zum Thema der gesellschaftlichen Integration vertritt die junge Deutsch-Türkin eine progressive Meinung und lehnt kulturelle Assimilation ab. „Integration heißt nicht Deutscher (im Sinne der kulturellen Assimilation) zu werden. Integration heißt, sich selbst zu retten, gleichberechtigt zu sein, das Bildungs- und Wohlstandsniveau zu erhöhen“, erklärte die Integrationsministerin vergangenes Jahr (mehr hier).

Doch sie sei in keinster Weise die „Beschützerin der armen kleinen Migranten“. Stattdessen fordere sie nehmen den Rechten für Migranten, auch Pflichten. „In Deutschland kann es jeder schaffen, wenn er oder sie will. Dafür gibt es viele gute Beispiele in allen Bereichen. Wir haben hier den Luxus, für möglichst wenig Geld eine gute Schulbildung zu bekommen. Wir leben in sicheren Verhältnissen“, erklärte Bilkay Öney im Jahr 2011 im Gespräch mit den DTN.

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