Drohende Gesetzesverschärfung: Türkische Waffenexporte in die USA sind massiv gestiegen

Die türkische Rüstungsindustrie verzeichnet einen Aufwärtstrend bei ihren Exporten. Den größten Exportanteil an türkischen Waffen hat der US-amerikanische Markt. Doch Obama plant ein schärferes Waffenrecht in den USA. Er hat viele Gegner. Deshalb wird wohl der Oberste Gerichtshof der USA das letzte Wort haben.

Die drohende Verschärfung der US-Waffengesetze nutzen den türkischen Herstellern von Rüstungsmaterial. Im Vergleich zu den Vorjahresmonaten, hat die Türkei im Januar 2013 bis Februar 2013 ihre Exportzahlen in den US-amerikanischen Markt um 5,6 Prozent erhöht. Damit wurden 38 Prozent aller türkischen Waffenexporte im Wert von 164 Millionen Dollar in den US-amerikanischen Markt getätigt. In keine anderes Land wurden so viele Waffen exportiert.

Der Vorstandsvorsitzende des Türkischen Exportverbandes für Verteidigung und Luftfahrt (SSI), Aral Aliş, sagte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Doğan, dass schon bis zum Jahre 2023 das jährliche Exportvolumen der türkischen Waffenindustrie 25 Milliarden Dollar betragen könnte. Bis Ende 2013 sei ein Exportvolumen in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar zu erwarten.

Im vergangenen Dezember hatte ein Amokschütze in einer Grundschule in Newtown im US-Staat Connecticut, 20 Kinder und 7 Erwachsene getötet (mehr hier). Präsident Obama hatte anschließend angekündigt, den Zugang zu Waffen einzuschränken. Es soll sowohl der Verkauf von Sturmgewehren verboten werden, als auch schärfere Personkontrollen von Waffenkäufern durchgeführt werden.

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