Syrien: Arabische Christen fliehen vor radikalen Islamisten

Die Lebensgefahr für Christen in Syrien steigt von Tag zu Tag. Islamistische Rebellen haben mittlerweile ein christliches Dorf erobert und entscheiden über das Schicksal der Einwohner. Doch die Gefahr ist weitaus größer. Mit dem Syrien-Konflikt drohen - wie am Beispiel des Irak - Urgemeinden des Christentums völlig unterzugehen.

Islamistische Rebellen haben das arabisch-christliche Bergdorf Yacoubiyeh erobert. Die Christen des Dorfes sind auf der Flucht. Yacoubiyeh gehört zu den wenigen Örtlichkeiten, die von radikalen Islamisten eingenommen werden konnten, berichtet CBN News. Dort wo die Islamisten eindringen, blüht den Alawiten und Christen nichts Gutes. Doch auch vor vaterlandstreuen Sunniten machen sie keinen Halt. Entführungen, Vergewaltigungen, Massenexekutionen und Schändungen kommen mit ihnen.

Den Christen Syriens droht dasselbe Schicksal, wie den chaldäischen und syrisch-orthodoxen Christen des Irak, die ihre Heimat nach und nach verlassen müssen. Der UNHCR berichtete im Jahr 2007, dass die Christen im Irak ihres Lebens nicht mehr sicher sein können. Als Grund wird die religiös motivierte Gewalt genannt.

Bisher haben ungefähr 350.000 von ehemals 700.000 Christen den Irak verlassen, berichtete die Le Monde im Jahr 2008. Ein derartiger Exodus könnte auch in Syrien eintreten. Doch noch kämpfen Christen und Muslime in Syrien Seite an Seite gegen radikale Islamisten (mehr hier).

Ihnen bleibt auch keine andere Wahl. Denn bei einer möglichen Machtkonsolidierung der Islamisten, droht insbesondere den Alawiten und Christen ein Völkermord. Diese Menschen haben Angst vor der Rache ihrer potentiellen Schlächter (mehr hier). Schon seit langem skandieren sie mit der Parole „Christen nach Beirut, Alawiten in den Sarg“.

http://www.youtube.com/watch?v=PXrLykHS_go

Mehr zum Thema:

Syrien: Islamistische Rebellen nehmen 20 UN-Soldaten als Geiseln
USA: Denkfabrik beobachtet eine Neuordnung des Nahen Ostens
Syrien: Türkei begrüßt Annäherung zwischen Rebellen und PYD

 

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.