Anschlag auf Pro NRW-Chef verhindert: Ermittler nehmen mehrere Islamisten fest

Bereits im Mai vergangenen Jahres rief ein Islamist mit einem beispiellos brutalen Video zum Mord an Pro NRW-Mitgliedern auf. Jetzt konnten Ermittler in Nordrhein-Westfalen offenbar einen Anschlag auf Markus Beisicht verhindern. Er ist Vorsitzender der rechtsextremistischen Partei Pro NRW.

Der nordrhein-westfälischen Polizei ist an diesem Mittwochmorgen ein Schlag gegen Salafisten gelungen. Sie konnten einen Mordanschlag auf Markus Beisicht, den Vorsitzenden der rechtsextremen Splitterpartei ProNRW vereiteln. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Ein Zuschlag durch Spezialeinheiten sei demnach in der Nähe von Besichts Wohnung in Leverkusen erfolgt. Die beiden Islamisten, so heißt es weiter, seien dem Verfassungsschutz bereits seit längerem bekannt gewesen. Daneben sollen weitere Tatverdächtige in Essen und Bonn festgenommen sowie unter anderem Sprengstoff sichergestellt worden sein. Die vier Verdächtigen, so teilte das Innenministerium mit, stünden im Verdacht, Gewalttaten gegen Mitglieder von Pro-NRW geplant zu haben. Am kommenden Donnerstag sollen sie dem Haftrichter vorgeführt werden. Einen Zusammenhang mit den großangelegten Razzien an diesem Morgen, so stellt das Blatt heraus, soll es aber nicht geben (mehr hier).

In einem beispiellos brutalen Video hatte der aus Bonn stammende Islamist Yassin Chouka im Mai vergangenen Jahres seine salafistischen Glaubensbrüder angewiesen, wie sie Mitglieder der Pro NRW-Partei zu töten hätten: Einzeln, nachts, im Morgengrauen. Wenn die Ermordung nicht gelinge, müssten die Opfer möglichst lange geschlagen werden (mehr hier). Zwischen der  rechtsextremen Splitterpartei und dem zwischenzeitlich verbotenen Solinger Verein „Millatu Ibrahim“ war es 2012 mehrfach zu Auseinandersetzungen gekommen.  So stand auch das „Vergehen“, welches Chouka den Parteimitgliedern vorwarf, in diesem Zusammenhag: Diese hätten durch das Zeigen von Mohammed-Karikaturen den Propheten beleidigt und verdienten nun den Tod. In Bonn und Solingen kam es damals zu Ausschreitungen (mehr hier).

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