Elif Shafak: Nominiert für den Women’s Prize for Fiction

Der Literaturpreis Women’s Prize for Fiction, der englischsprachige Romane von weiblichen Autoren auszeichnet, hat seine Liste der Nominierten bekannt gegeben. Unter den Anwärtern für den Preis ist auch die türkische Bestseller-Autorin Elif Shafak mit ihrem Roman „Iskender“.

Die Women’s Prize for Fiction-Nominierungen für 2013 sind offiziell verkündet: Elif Shafaks „Iskender“ befindet sich in der so genannten Longlist mit 19 weiteren Kandidaten für den diesjährigen Literaturpreis. Die türkische Bestseller-Autorin konnte die Jury schon einmal von sich überzeugen. Bereits 1998 erhielt sie den Rumi Great Prize for the Best Novel in der Türkei – ein Preis, der die besten Arbeiten mystischer, transzendentaler Literatur würdigt.

Die engere Auswahl wird am 16. April während der Londoner Buchmesse der Öffentlichkeit vorgestellt, berichtet die türkische Zeitung Hürriyet. Der Gewinner selbst wird dann Anfang Juni verkündet. Das Preisgeld von 30.000 Pfund, umgerechnet etwa 36.000 Euro, wird von einem anonymen Mäzen gespendet; daneben erhält die Siegerin eine Bronzestatuette.

Shafaks aktuell nominiertes Werk erschien erstmals 2011. Noch vor kurzem drohte der bekannten Autorin, wie Orhan Pamuk, Ungemach durch die Justiz. Ihr wurde vorgeworfen, in ihrem Roman „Der Bastard von Istanbul“ das Türkentum beleidigt zu haben. Anschließend folgte im vergangenen Jahr ein Plagiatsvorwurf, gegen den Shafak mit einer schriftlichen Stellungnahme reagierte (mehr hier).

Im vergangenen Jahr ist der Roman „Das Lied des Achill“ der Schriftstellerin Madeline Miller in London ausgezeichnet worden. Der Roman erzählt die Geschichte des Achilles aus der Sicht seines Gefährten Patroklos. Miller, die in Neuengland lebt und Lehrerin für Griechisch und Latein ist, schrieb zehn Jahre an dem Buch.

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