Vorwurf: Der Iran liefert Waffen an Syrien über die Türkei und Irak

Die Spekulationen über iranische Waffenlieferungen nach Syrien reissen nicht ab. Nun wird von westlichen Diplomaten-Kreisen behauptet, dass der Iran Waffen über die Türkei und den Irak nach Syrien liefere. Doch die Türkei hat in der Vergangenheit mehrmals Waffenlieferungen gestoppt und ist seitdem gewarnt.

Iranische Waffenlieferungen an Syrien sollen über die Türkei, den Irak und den Libanon laufen. Damit verstoße der Iran gegen das UN-Waffenembargo, welches gegen Syrien verhängt wurde, berichtet die Hürriyet mit Bezug auf anonyme westliche diplomatische Quellen. „Die Iraner unterstützen das Regime wirklich massiv“, erklärt ein weiterer westlicher Diplomat. Der Syrien-Konflikt trete in eine neue Phase ein, in der der Iran seine illegalen Waffenlieferungen erhöht, um eine Entscheidung in Syrien herbeizuführen.

Zudem bekomme der Konflikt vermehrt einen konfessionellen Charakter. Die schiitische Hisbollah sei auch in Syrien aktiv und liefere sich Kämpfe mit den sunnitisch-syrischen Rebellen. Eine weitere anonyme diplomatische Quelle beruft sich auf Geheimdienst-Dokumente seines Landes und beschreibt die Schmuggelroute über die Türkei. So werden auf dem Luftweg Waffenlieferungen von der Türkei nach Beirut getätigt. In Beirut werden die Waffen dann auf LKWs verladen und auf dem Landweg nach Syrien transportiert.

Die Türkei dementiert derartige Berichte. „Sie entbehren jeglicher Grundlage“, zitiert die Hürriyet einen türkischen Diplomaten. 2011 stoppte die Türkei eine Waffenlieferung aus dem Iran. Sie sollte nach Syrien gehen und war vermutlich für die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon bestimmt. Im selben Jahr hatte die Türkei in Diyarbakir eine Frachtmaschine der Yas Air durchsucht, die auf dem Weg von Iran nach Syrien gewesen ist. An Bord fanden sich Kalaschnikows, Maschinengewehre und Mörsergranaten.

Mittlerweile vergrößert sich das Elend der Syrer. Derzeit liegt die Zahl der Flüchtlinge bei einer Million, so der UN-Flüchtlingskommissar António Guterres (mehr hier).

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