Filmfestival in Nürnberg: Auszeichnung für Türkan Şoray

Die türkische Schauspielerin Türkan Şoray hat auf dem 18. Filmfestival Türkei/Deutschland einen Ehrenpreis erhalten. Die Eröffnungsfeierlichkeiten fanden am vergangenen Donnerstag in der Nürnberger Tafelhalle statt. Noch bis zum 24. März präsentiert sich im Mittelfränkischen Filmkultur vom Bosporus.

Türkan Şoray wurde gemeinsam mit ihrer deutschen Kollegin Hannelore Elsner im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung für ihre Verdienste um den interkulturellen Dialog mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Eröffnet wurde das 18. Filmfestival Türkei/Deutschland mit einem Werk des türkischen Regisseurs Uğur Yücel. Im Anschluss an die Aufführung von „Soğuk“ („Kälte“) lag es an ihm, die Auszeichnung an Şoray zu übergeben. Die UNICEF-Botschafterin Şoray, die in der Türkei gerne auch als die „Sultanin des türkischen Kinos“ bezeichnet wird, begann ihre Karriere bereits im Jahr 1960. Seither spielte sie in über 200 Kinoproduktionen die Hauptrolle. „Als Garant für Publikumserfolge beeinflusste sie gleich mehrere Generationen des türkischen Kinos. Sie spielte, genauso wie Hannelore Elsner sowohl in Unterhaltungsfilmen als auch in Autorenfilmen mit und gilt als das prägende Gesicht des türkischen Films“, heißt es hierzu von Seiten des Festivals.

Als Jury-Präsident des Filmwettbewerbs, der dieses Jahr acht Filme zu beurteilen hat, konnte 2013 der Regisseur Michael Verhoeven gewonnen werden. Mit dabei ist auch der aufwühlende Streifen „Ateşin Düştüğü Yer“ (mehr hier). Ihm zur Seite stehen die Drehbuchautoren Reis Çelik, Robin Greene, Filmkritierin Necala Algan, Journalistin Cornelia Klauss und der Schauspieler Engin Altan Düzyatan. Daneben wird der Öngören-Filmpreis für Menschenrechte und Demokratie an einen Film des Festivals verliehen. Im Verlauf des Festivals werden auch Gäste wie der Nürnberger Konsul Ece Öztürk Çil, Bürgermeister Dr. Ulrich Maly, Festivalkoordinator Ayten Akyıldız, sowie weitere türkische und deutsche Regisseure erwartet.

Darüber hinaus zeigt das Nürnberger Kunsthaus noch bis zum 5. Mai eine Fotoausstellung des wichtigsten zeitgenössischen Regisseurs der Türkei, Nuri Bilge Ceylan (mehr hier). Unter dem Titel „Es war einmal in …“ sind Aufnahmen von seiner Suche nach Drehorten zu sehen.

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