Syrien: USA will bei Waffenlieferungen an Rebellen beide Augen zu drücken

Der US-Außenminister John Kerry sagt: Alle Länder haben das Recht, Waffen an die syrische Opposition zu liefern. Anders könne man derzeit das Assad-Regime nicht stürzen. Doch man halte sich alle Optionen offen. Eine politische Lösung des Konflikts könne man sich deshalb auch vorstellen.

John Kerry im Gespräch mit dem Präsidenten der Nationalen Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte, Moas al-Chatib (Screenshot via Youtube).

John Kerry im Gespräch mit dem Präsidenten der Nationalen Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte, Moas al-Chatib (Screenshot via Youtube).

Der US-Außenminister John Kerry hat auf einer Pressekonferenz in Washington gesagt, dass man Länder, die Waffen an die syrischen Rebellen liefern, nicht behindern werde. Dieser Grundsatz gelte nicht nur für die USA, sondern auch für Staaten wie Großbritannien oder Frankreich.

Je länger der Bürgerkrieg dauere, desto größer werde die Wahrscheinlichkeit, dass die chemischen Waffen in Syrien in die falschen Hände geraten. Er könne eine Erhöhung des Gefahrenpotentials für die Region und die Welt beobachten.

Auch die Flüchtlings-Ströme seien ein großes Problem für die Anrainer-Staaten Türkei, Libanon und Jordanien.

„Das Assad-Regime erhält Waffen aus dem Iran, von Elementen der Al-Qaida, von der Hisbollah und auch aus Russland“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu den US-Außenminister. Deshalb werde man sich alle Optionen zum Sturz des Regimes offen halten, meint Kerry.

Zuvor wurde von westlichen Diplomaten-Kreisen behauptet, dass der Iran Waffen über die Türkei und den Irak nach Syrien liefere (mehr hier).

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