Waffenimporte: Türkei zum drittgrößten Kunden im Nahen Osten aufgestiegen

Die Türkei hat in den vergangenen Jahren bei den Waffenimporten ordentlich zugelegt. Derzeit rangiert sie im Nahen Osten auf Platz drei. Übertroffen werden die Türken nur durch Saudi Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE). Es wurde insbesondere in die Luft- und Seestreitkräfte investiert.

Die Türkei bevorzugt deutsche Panzer und Dieselmotoren (Screenshot via Youtube).

Die Türkei bevorzugt deutsche Panzer und Dieselmotoren (Screenshot via Youtube).

Die Türkei ist der drittgrößte Waffen-Importeur des Nahen Ostens. Zwischen 2008 und 2012 sind 17 Prozent aller Waffenverkäufe in den Nahen Osten in die Türkei gegangen. Saudi Arabien liegt mit 18 Prozent an zweiter Stelle und die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) sind mit 19 Prozent Spitzenreiter. Hinter der Türkei liegt als Viertplatzierter der Irak mit 10 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Studie des Internationalen Stockholmer Friedensforschungsinstitut (SIPRI) hervor.

Dabei hat die Türkei alleine zwischen 2011 und 2012 insgesamt 1340 Flugzeuge, Helikopter sowie Ausrüstungen für die Luftstreitkräfte, 109 Panzerfahrzeuge, 168 großkalibrige Geschütze und Geschütztypen sowie Raketen, 70 Triebwerke, 81 Raketen, 241 Sonden und 160 Schiffe sowie Ausrüstungen für die Seestreifkräfte erhalten.

Aus Deutschland wurden insgesamt 56 Leopard-2A4 Panzer und eine Reihe von Dieselmotoren verschiedenster Typen gekauft. Aus den Niederlanden wurden hauptsächlich Suchradare gekauft. Bei den Importen aus den USA ist auffällig, dass die Türkei vor allem in ihre Luftstreitkräfte und Luftabwehr investiert hat. Weitere Lieferanten waren Frankreich, Israel, Italien, Kanada, Norwegen, Saudi Arabien, die Niederlande, Südkorea und Spanien.

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