Syrien: Rebellen haben offenbar Chemiewaffen eingesetzt

Offenbar haben syrische Rebellen in Syrien erstmals Chemiewaffen eingesetzt. 15 bis 25 Menschen sollen bei einem Raketenangriff ums Leben gekommen sein. Das Assad-Regime und die Rebellen werfen sich den Angriff gegenseitig vor. Doch Russland bestätigt, dass der Angriff eindeutig von den Rebellen ausging.

In der syrischen Stadt Aleppo sollen Rebellen bei einem Angriff Chemiewaffen eingesetzt haben. Raketen sollen von Da’el in die Ortschaft Khan al-Assal in der Provinz Aleppo gefeuert worden sein. „Dieser Angriff stellt einen gefährlichen Wendepunkt dar“, zitiert die Nachrichtenagentur SANA den syrischen Informations-Minister, Omran al-Zoubi. 25 Menschen seien getötet worden. Die Nachrichtenagentur Reiters berichtet von 15 Toten. Die „politische und moralische“ Verantwortung für diesen Angriff trage Erdoğan und das Emirat Katar.

Wer immer islamistischen Terroristen direkte oder indirekte Hilfe zukommen lasse, müsse für „diese Verbrechen“ zur Rechenschaft gezogen werden.

Großbritannien erklärte in einer Mitteilung, dass der Einsatz oder die Verbreitung von Chemiewaffen eine entschlossene Reaktion der Staatengemeinschaft nach sich ziehen müsse. „Großbritannien wäre dann gezwungen, seinen bisherigen Ansatz in der Syrien-Frage zu überdenken“, zitiert Reuters eine Sprecherin des britischen Außenministeriums.

Das russische Außenministerium sagte hingegen, dass man den Einsatz von Chemiewaffen durch die bewaffnete Opposition registriert habe. Der Vorfall bewege den Konflikt auf eine „neue Ebene“.

Zuvor hatte der US-Außenminister erklärt, Washington werde kein Land daran hindern, Waffen an die syrische Opposition zu liefern (mehr hier). „Je länger der Bürgerkrieg dauert, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass die chemischen Waffen in Syrien in die falschen Hände geraten“, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Anadolu.

Kurzer historischer Überblick über C-Waffen:

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