Syrien: Selbstmord-Anschlag in Moschee fordert zahlreiche Tote

Terror in Syrien. Bei einem Selbstmord-Anschlag in der Al-Imam-Moschee wurde der islamische Gelehrte Mohammed Said Ramadan al-Bouti getötet. Es sollen eine Reihe von weiteren Personen getötet worden sein. Die Rebellen der Freien Syrischen Armee (FSA) und die islamistische al-Nusra-Front haben verkündet, dass sie den Anschlag nicht verübt haben. Moscheen als Angriffs-Ziele kämen für sie nicht in Betracht.

Ein Selbstmord-Attentäter zündete am Donnerstag in der Al-Imam-Moschee/Damaskus eine Bombe und riss 15 bis 20 Menschen in den Tod. 40 weitere Personen sollen schwer verletzt worden sein, berichtet die Nachrichtenagentur SANA. Die Nachrichtenagentur Anadolu spricht von 42 Toten.

Der Anschlag ereignete sich beim Abendgebet. Die Moschee war also voller Menschen. Unter den getöteten Personen befindet sich auch der regierungstreue sunnitische Geistliche Mohammed Said Ramadan al-Bouti.

Die vergangenen Wochen hatte sich al-Bouti in seinen Reden offen gegen die bewaffneten Rebellen ausgesprochen. Den Berichten der Nachrichten-Agentur Reuters zufolge bedeutet die Tötung des Geistlichen einen herben Rückschlag für das Assad-Regime. Denn al-Bouti war das spirituelle sunnitische Sprachrohr der Regierung. In den vergangenen Monaten häuften sich seine Predigten auf Syrian TV.

Der Rebellen-Führer Abdul Hameed Zakariya von der Freien Syrischen Armee (FSA) hat in einer Mitteilung erklärt, dass die FSA nicht hinter dem Anschlag stecke. Es könne sein, dass das syrische Regime das Attentat verübt habe, um die FSA in Bedrängnis zu bringen. Niemals würde man eine Moschee angreifen.

Auch die al-Nusra-Front hat alle Vorwürfe abgelehnt. „Der Anschlag wurde im Gebiet des Regimes verübt. Wir greifen keine Gotteshäuser an“, zitiert die Nachrichtenagentur die al-Nusra-Front mit Bezug auf eine offizielle Erklärung.

 

Mehr in Thema:

Syrien: NATO ist bereit zum Einmarsch
US-Wissenschaftler: „Die Türkei ist aktiv beteiligt am Syrien-Konflikt“
Istanbul: US-Amerikaner wird syrischer Premier der Übergangsregierung

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.