Verfassungsschutz: Frieden zwischen Türkei und PKK könnte auch gut für Deutschland sein

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) erklärt, dass der Frieden zwischen der PKK und der Türkei sich unter Umständen positiv auf die innere Sicherheit in Deutschland auswirken könnte. Doch noch sei nichts sicher. Die Öffentlichkeit müsse die Entwciklung in der Türkei abwarten.

Im Gespräch mit den DTN berichtete ein BfV-Sprecher, dass die Waffenruhe in der Türkei zwischen der PKK und der Türkei, einen positiven Effekt auf die innere Sicherheit in Deutschland haben könnte.

In der Vergangenheit kam es in Deutschland zur Verschärfung der Sicherheits-Lage, wann immer die Situation in der Türkei eskalierte. „Die Ereignisse in der Türkei waren in Deutschland Auslöser für Demos und Gewalt”, so der Sprecher.

Mit der Waffenruhe und dem angekündigten Frieden sei dies damit hinfällig. Doch man müsse die Entwicklung abwarten. Seine derzeitigen Aussagen seien lediglich eine Prognose. Auf Nachfrage der DTN erklärte der BfV-Mitarbeiter, dass es internen Erhebungen aus dem Jahr 2011 zufolge insgesamt 13.000 PKK-Mitglieder in Deutschland gebe.

Der EUROPOL berichtete 2012, dass die PKK eine Doppelstrategie verfolge. Im Rahmen dieser Doppelstrategie sei die EU ein Rückzungsgebiet zur Finanzierung des bewaffneten Kampfes auf türkischem Boden. Dabei sei die PKK involviert in Drogen- und Menschenhandel, Erpressung und Geldwäsche.

Das BfV geht in seinem Bericht für 2011 weiter. Dort wird festgehalten, dass Deutschland das finanzielle Zentrum für die Aktivitäten der PKK in der Türkei sei. „Wesentliche Aufgabe in Deutschland wird auch künftig die Sammlung von Geldern zur Finanzierung und Aufrechterhaltung der Organisationsstrukturen sein”, heißt es dort.

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