Shimon Peres: Israel und Türkei müssen Völkern der Region helfen

Israels Präsident Shimon Peres sagt: Türken und Juden haben eine Reihe von Ähnlichkeiten und tragen diesselbe Verantwortung im Nahen Osten. Es entstehe eine neue Welt und beide Staaten haben die Aufgabe, ihren Kindern eine bessere Zukunft zu bieten. Offenbar hat Israel erkannt, dass die Türkei in der Iran-Frage und im Syrien-Konflikt faktisch dieselben Interessen haben.

Der israelische Präsident Shimon Peres ist der Ansicht, dass sich die Welt an der Schwelle zu einer neuen Ordnung befinde. Es gebe im Nahen Osten eine Menge Probleme und Auseinandersetzungen. Keiner könne sich dieser neuen Welt mit alten Denkmustern nähern. In diesem Sinne habe sich Israel bei der Türkei entschuldigt. Die Entschuldigung sei mehr als nur eine Annäherung. „Wir müssen einen besseren Weg für unsere Kinder pflastern“, zitiert die Hürriyet den israelischen Präsidenten.

Es gebe 1000 Gründe für eine türkisch-israelische Freundschaft. Die Türkei war das erste muslimische Land, das Israel als Staat anerkannt hat. Im 15. Jahrhundert war die Türkei der Zufluchtsort für das jüdische Volk und es bestehen historische Ähnlichkeiten zwischen beiden Völkern. Des Weiteren sei man nahezu geographische Nachbarn.

Zu Erdoğans Zionismus-Kritik sagt Peres, dass der türkische Premier seine Äußerungen mittlerweile klargestellt habe. Der Zionismus sei keine feindselige Ideologie, sondern eine humanistische Bewegung, die sich gegen jegliche Art von Krieg und Aggressionen stelle, so Peres. Im Februar hatte Erdoğan auf einer UN-Konferenz der „Allianz der Zivilisationen“ in Wien, den Zionismus mit dem Faschismus, dem Antimsemitismus und der Islamophobie gleichgestellt. Alle gehören in die Kategorie der „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, meinte Erdoğan. US-Außenminister Kerry bezeichnete die Äußerungen als „verwerflich“ (mehr hier).

Peres Standpunkt zum Syrien-Konflikt hat sich bisher nicht geändert. Im Gespräch mit der Hürriyet wiederholte er seinen Appell an die Arabische Liga und die UN, eine Intervention in Syrien zu starten. Es müsse eine Eingreiftruppe aus UN-Blauhelmen ins Leben gerufen werden, die sich aus den militärischen Reihen der arabischen Staaten zusammensetze (mehr hier).

Der Iran habe keine Chance im Nahen Osten, weil das Land keinerlei positive Botschaften an die Weltöffentlichkeit sende. Das derzeitige Regime sei zum scheitern verurteilt. Doch „das iranische Volk ist nicht unser Feind“, meint er.

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