Export statt Import: Rückgang bei türkischen Rüstungs-Ausgaben

Ankara möchte sich von der Abhängigkeit ausländischer Rüstungs-Güter befreien. Schon 2004 fasste die AKP-Regierung den Beschluss, dass man in der Welt nur mitreden kann, wenn man über eine heimische Rüstungs-Industrie verfüge. Bis 2023 möchte die Türkei zu den zehn größten Waffen-Exporteuren der Welt gehören.

Das Sekretariat der türkischen Verteidigungs-Industrie (SSM) berichtet, dass die Nachfrage der nationalen Verteidigung Ende 2011 zu 54 Prozent durch die heimische Rüstungs-Industrie gedeckt werden konnte.

Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Anadolu hatte das Institut für Maschinen- und Chemieindustrie (MKEK) im Rekord-Jahr 2011 (mehr hier) seinen Profit um 180 Prozent und damit um über 70 Millionen Euro gesteigert. Es wurde ein Gesamt-Umsatz in Höhe von 360 Millionen Euro erzielt.

Saudi Arabien war der größte Exportmarkt für die türkische Verteidigungsindustrie. Das Öl-reiche Land kaufte im speziellen SS30 Raketen und Patronen. Dem folgte Bahrain mit 7 Millionen Euro, und Oman mit 3 Millionen Euro.

In den kommenden Jahren soll dieser Anteil ansteigen. Der türkische Verteidigungs-Minister Ismet Yılmaz erklärt in dem Leistungs-Programm 2013 der SSM, dass die Türkei bis zum Jahr 2023 plane, einer der weltweit zehn größten Waffen-Exporteure zu werden. Vergangenes Jahr belegte die Türkei Platz 24. Damit verbesserte sich das Land im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz. Ein Aufwärts-Trend, ist deutlich zu erkennen.

In Planung sind der Bau von Einrichtungen und Test-Feldern zur Erprobung von Raketen in Aksaray und Sinop bis 2016, berichtet die Hürriyet. Im Januar setzte sich die Regierung mit der Koç Holding zusammen, um über den Bau von sechs Kampf-Schiffen zu reden. Das Schiffsbau-Unternehmen RMK Marine ist die Tochter-Gesellschaft der Koç Holding. Sie könnte schon bald einen Großauftrag erhalten.

http://www.youtube.com/watch?v=Uf3peLgAAoo

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