Kein Patriot-System für Syrien: Weißes Haus lehnt Anfrage der Opposition ab

Die USA lehnen einen Einsatz des Patriot-Schutzschirms zugunsten der syrischen Rebellen ab. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagt, dass die NATO derzeit keine militärische Aktion gegen Syrien plane. Die Patriot-Raketen seien defensiv und dienen nur dem Schutz der Türkei. Zuvor hatte der ehemalige Oppositions-Führer Moaz al-Khatib den Einsatz von Patriots in Nord-Syrien gefordert.

Das Weiße Haus hat in einer Mitteilung erklärt, dass die Anfrage des ehemaligen Chefs der Nationalen Koalition der Syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte, Moaz al-Khatib, nach Schutz der Rebellengebiete im Norden Syriens durch das Patriot-System in der Türkei, abgelehnt werde.

„Wir sind uns der Anfrage bewusst“, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney. Doch die NATO habe derzeit keinerlei Interesse, militärisch in den Syrien-Konflikt einzugreifen. Der Einsatz des Patriot-System als Schutzschild für syrische Rebellen, würde einer „militärischen Unterstützung“ gleichkommen. Das in der Türkei aufgestellte Patriot-System habe einen rein defensiven Charakter und diene dem Schutz des NATO-Verbündeten. Washington werde weiterhin humanitäre nichtmilitärische Hilfe leisten, meint Carney.

Anfang März sagte ein Sprecher des amerikanischen Außenministeriums, dass die humanitären Hilfen für die „befreiten Zonen“ Syriens bereit stehen. Sie sollen auch dazu dienen administrative Funktionen zu erleichtern, was die Bereiche der Sicherheit, der sanitären Einrichtungen und der Bildung beinhalte.

Auch John Kerry erklärte, dass man der syrischen Opposition erstmals direkte „nicht tödliche“ Hilfen im Wert von 60 Millionen Dollar zukommen lassen werde (mehr hier). „Wir werden die syrischen Rebellen mit Nahrungsmitteln und medizinischer Hilfe versorgen“, zitierte die Hürriyet US-Außenminister Kerry bei seinem Besuch in Ankara. Das sei der Beginn eines Prozesses, der Assad einen Strich durch die Rechnung machen werde.

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