Amokläufer James Holmes: Schuldeingeständnis, um Todesstrafe zu entgehen?

Der Kino-Amokläufer von Colorado, James Holmes, ist offenbar dazu bereit, sich der kaltblütigen Ermordung von zwölf Menschen schuldig zu bekennen. Im Gegenzug fordert er jedoch eine lebenslange Gefängnis- statt der Todesstrafe. Eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft wird für kommenden Montag erwartet.

Wie das US-Promiportal Tmz derzeit berichtet, hätten die Anwälte des Amokschützen James Holmes einen entsprechenden Deal am vergangenen Mittwoch während einer Sitzung am Gericht der zuständigen Staatsanwaltschaft unterbreitet. Doch diese sei offenbar nicht sofort auf das Angebot eingegangen. Bisher wurde der Tausch Gefängnis- gegen Todesstrafe im Zuge eines Schuldeingeständnisses noch nicht einmal kommentiert. Vielmehr scheint es wahrscheinlich, dass sie sich vor einer endgültigen Entscheidung mit den Familien der Opfer beraten wird.

Der mittlerweile 25-jährige Holmes hatte am 20. Juli 2012 während der „Batman“-Premiere in Aurora, im US-Bundesstaat Colorado, zwölf Menschen getötet und 58 Personen verletzt. Er wurde wegen 24-fachen Mordes ersten Grades und 116-fachen versuchten Mordes angeklagt. Um dem Tod zu entgehen will er nun offenbar lebenslange Haft ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung in Kauf nehmen.

Prozess gegen James Holmes beginnt im Sommer

Die nächste Anhörung in Centennial findet am kommenden Montag statt. Dann müssen die Staatsanwälte das Strafmaß beantragen. Hierzu soll auch Holmes erscheinen. Der Prozess selbst soll am 5. August, zunächst mit der Auswahl der Jury, beginnen. Noch immer ist strittig, ob Holmes während der Tat geisteskrank gewesen sein könnte oder nicht. Kurz nach dem Amoklauf sprachen sich in einer Online-Umfrage die Mehrheit der US-Bürger für die Todesstrafe aus (mehr hier).

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