Davutoğlu: „Die EU muss uns den Weg frei machen“

Der EU-Beitritt soll nicht mehr mit allen Mitteln erzwungen werden, so Außenminister Davutoğlu. Das habe die Türkei mittlerweile nicht mehr nötig. Mit jedem Ausgang der Verhandlungen könne umgegangen werden.

Auf die EU blicke die Türkei mittlerweile entspannt, erklärte der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu. Es sei eigentlich ganz einfach, so Davutoğlu, „wenn die EU uns den Weg frei macht, sind wir ihr immer wohlgesinnt, sie ist unser strategisches Ziel und wir machen weiter, wenn nicht, dann geht die EU ihren Weg und wir unseren“. Schlussendlich werde es sich schon herausstellen, was aus den beiden Akteuren werde.

Er stellte sich zudem hinter Erdoğans Aussage, dass nun nicht mehr die Türkei darüber nachdenken müsse, was passiere, wenn sie ein bestimmtes Land verliere. Ganz im Gegenteil, mit dem türkischen Aufschwung sei jetzt klar, dass sich Länder Gedanken machen müssten, was sie „ohne die Türkei“ tun würden. Das sei die wichtigste Aussage der derzeitigen Außenpolitik so Davutoğlu.

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