Online-Shopping: Türkischer Konsum steigt um fast 20 Prozent

Die türkischen Konsumenten haben beim Online-Shopping im vergangenen Januar und Februar noch einmal ordentlich zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen ihre Ausgaben um satte 19.5 Prozent auf 5.56 Milliarden türkische Lira, umgerechnet etwa 3.07 Milliarden US-Dollar.

Nach Angaben des türkischen Interbank Kreditkarten Zentrums (BKM) habe die Anzahl der einzelnen Zahlungen mit Kreditkarte in der Sparte Online-Shopping in den ersten beiden Monaten des Jahres bei 27.4 Millionen gelegen. Das entspreche einem Anstieg von 10.2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Wie die Daten weiter aufzeigten, seien im angegebenen Zeitraum im Durchschnitt 94,3 Millionen türkische Lira pro Tag für Online-Shopping ausgegeben worden. Online-Waren im Wert von 5,2 Milliarden türkischen Lira wurden über türkische Kreditkarten bezahlt. Waren im Wert von 540 Millionen Lira wurden über ausländische Karten abgerechnet. Alle Einkäufe wurden jedoch innerhalb der Türkei getätigt. Aufschluss gaben die Daten auch darüber, wie viel Warenwert auf ausländischen Seiten konsumiert wurde. Dieser lag in Summe bei 370 Millionen türkischen Lira.

Bereits 2012 Schub um mehr als 30 Prozent

Online-Shopping erfreut sich bereits seit einiger Zeit zunehmender Beliebtheit in der Türkei. Allein im Jahr 2012 erhöhten sich die Online-Kreditkartentransaktionen um 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichten einen Wert von 17.4 Milliarden Dollar. Rund 19 Millionen der vorhandenen 54 Millionen Kreditkarten in der Türkei wurden im vergangenen Jahr für Online-Shopping verwendet.

Die jüngsten Entwicklungen in diesem Segment verwundern nicht. Denn auch die Anzahl der Internet-User ist in der Türkei in den vergangenen Jahren rapide angestiegen. Den Daten des türkischen Statistikamts (TÜIK) zufolge gab es im Jahr 2000 insgesamt zwei Millionen Internet-User. Nur zehn Jahre später, im Jahr 2010, stieg diese Anzahl auf 35 Millionen. Somit nutzten 2010 ungefähr 44 Prozent aller Türken das Internet. Auch 91 Prozent aller türkischen Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern sind User, wobei hier zu 78 Prozent Online-Banking und andere Finanzdienstleistungen im Vordergrund stehen (mehr hier).

Türkei: Vorliebe für Internetdienstleistungen

Mittlerweile ist die junge türkische Online-Generation vielen ihrer europäischen Altersgenossen in Sachen Technologie-Begeisterung und Internetkonsum weit voraus. Für die Türkei sind sie sogar zu einer echten Stütze avanciert. Denn mit ihrer Affinität für Online-Games und Shopping sind sie zum Rückgrat für einen ganzen Industriezweig geworden (mehr hier).

Jüngst angezogen wurde von diesem übrigens auch Skype-Gründer Niklas Zennström. Der hatte in der Vergangenheit bereits zum wiederholten Male verlautbart, dass die Türkei ein vielversprechender Zukunftsmarkt für den elektronischen Geschäftsverkehr sei. Zu diesem Zweck war bereits 2012 ein Vertretung in Istanbul eröffnet wurden. Das Büro soll im Bereich der Absatzforschung tätig werden, um Investitionsmöglichkeiten auszuspähen. Es sollen neben türkischen Investitionsobjekten auch Investitionsmöglichkeiten für die Unternehmen aus dem eigenen Geschäftsbereich untersucht werden. Ausschlaggebend für ihn:  Die  Türkei besitzt eine aufstrebende Mittelschicht mit einer Vorliebe für Internetdienstleistungen.

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