Rettung für griechische Unternehmen: Finden sie ihr Heil in der Türkei?

Der stellvertretende Vorsitzende von Neon Energy, Dimitris Papanicolaou, sagt, dass türkische Unternehmen sich an Übernahmen von maroden griechischen Fabriken beteiligen sollen. Es bieten sich eine Reihe von Investitions-Möglichkeiten. Doch konkrete Angebote liegen noch nicht vor.

Der Vorsitzende des Türkisch-Griechischen Wirtschafts-Rats, Dimitris Papanicolaou, sagt, dass täglich durchschnittlich 1000 Griechen ihre Arbeitsplätze verlieren. Ausschlaggebend seien die Schließungen von zahlreichen Fabriken. Türkische Unternehmer seien herzlich willkommen, jene Fabriken zu übernehmen. „Die staatlichen Anteile an der Mineral-Öl-Gesellschaft Hellenic Petroleum stehen kurz vor der Privatisierung. Auch Türken werden die Möglichkeit haben, die Anteile zu kaufen“, zitiert die Hürriyet den stellvertretenden Vorsitzenden von Neon Energy, Papanicolaou.

Hellenic Petroleum ist der wichtigste Mineralölkonzern Südost-Europas. Es unterhält drei Raffinerien in Griechenland und eine weitere Raffinerie in Skopje. Das Tankstellen-Netz reicht von Griechenland über Bulgarien, Albanien und Mazedonien bis nach Georgien.

Der türkisch-griechische Parlamentarier der Provinz Rodop, Ahmet Hacı Osman, berichtet, dass er sich mit Vertretern des türkischen Dachverbands der Handelskammern (TOBB) zusammengesetzt habe, um sie über die Lage in Griechenland zu informieren.

Er habe beobachtet, dass türkische Unternehmer an der Übernahme von griechischen Fabriken interessiert seien und es gebe auch weitere Interessenten. „Doch wir möchten mit der industriell entwickelten Türkei kooperieren“, meint Osman. Er habe sich auch schon mit dem griechischen Außenminister Dimitris Avramopulos beraten und eine positive Rückmeldung erhalten.

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