Zweites türkisches AKW: Haben Mitsubishi Heavy und Areva SA den Zuschlag erhalten?

Eine japanische Wirtschafts-Zeitung berichtet, dass Mitsubishi und Areva die Ausschreibung für den Bau des zweiten AKWs in der Türkei erhalten haben. Doch der türkische Energie-Minister Taner Yıldız dementiert die Behauptung. Der Vergabe-Prozess sei noch in vollem Gange. Doch zwei von ehemals vier Haupt-Interessenten seien schon abgesprungen.

Die japanische Wirtschafts-Zeitung Nikkei Business Daily berichtet, dass Mitsubishi und das französische Unternehmen Areva den öffentlichen Auftrag zum Bau des zweiten türkischen AKWs in der Türkei erhalten haben sollen. Das 22 Milliarden-Dollar Projekt soll 2017 starten und 2023 fertig gestellt werden.

Doch für den türkischen Energie-Minister Taner Yıldız ist der Bericht der japanischen Zeitung „noch zu verfrüht veröffentlicht“ worden, berichtet die Today`s Zaman. In der Vergangenheit gab es vier Anwärter auf das Projekt, von denen zwei ausgeschieden seien. Derzeit seien noch China und Japan im Rennen.

Im Vorfeld der Gespräche und Verhandlungen hatte es im vergangenen Monat große Proteste gegen den geplanten Bau des zweiten AKWs in der Schwarmeer-Stadt Sinop gegeben. Yıldız, der die Proteste sehr wohl wahrgenommen hatte, tat sie jedoch ab.

Zwar seien solche Einwände durchaus natürlich, doch als repräsentativ für die türkische Gesellschaft betrachte er sie allerdings nicht. Man respektiere die Meinung dieser Menschen, die Regierung werde ihren Weg, der zweifellos Risiken berge, jedoch fortsetzen. Die Demonstranten hingegen plädieren für Investitionen in Wind- und Solarkraft (mehr hier).

Mehr zum Thema:

Zweites türkisches AKW: Jetzt steigt Frankreich in den Bieter-Ring
Weg von der Atomkraft: Steuerzahler könnte das gut 15 Milliarden Euro kosten
Zweites AKW in der Türkei: Die Kosten belaufen sich auf gut 25 Milliarden Dollar

 

 

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.