7741 Tage: Türke fastet unglaubliche 22 Jahre am Stück

Der Türke Osman Ay hat Unglaubliches geschafft: Der heute 46-Jährige fastete 7741 Tage, also ganze 22 Jahre, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Er ist überzeugt, ein solcher Lebensstil ist sowohl der Gesundheit als auch der eigenen Leistungsfähigkeit zuträglich.

Osman Ay, ein 46-jähriger Marktmanager aus der Stadt Golcuk in Kocaeli, hat 7741 Tage lang nonstop von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gefastet. Seine Leistung sorgte landesweit für Aufsehen. Nun soll allerdings Schluss sein. In 75 Tagen, so berichtete das Internetportal Worldbulletin an diesem Samstag, wolle Ay sein Langzeitfasten beenden.

„Ich kann gar nicht erklären, wie gut ich mich fühle. Ich habe keine Leistungseinschränkungen. Die Leute glauben mir gar nicht, wenn ich ihnen sage, dass ich 46 Jahre alt bin“, beschreibt Ay seinen Zustand nach dem mehr als zwei Jahrzehnte anhaltendem Verzicht. Er ist überzeugt, mit seinem Lebensstil gar nicht so falsch zu liegen. Immerhin empfehle auch die Weltgesundheitsorganisation mindestens zwei Tage die Woche zu fasten, um gesund zu bleiben, so der freiwillige Asket. Das könne er jedem nur empfehlen. „Menschen, die weniger essen bewegen sich besser und leisten mehr. Ihre Arbeitsleistung steigert sich, ihr Geist wird gesünder. Menschen, die fasten sind gesünder, fitter, haben mehr Mitgefühl und Fürsorge“, zählt er die Vorteile auf.

Zu Beginn von Diätassistent begleitet

In der Tat hat auch der Körper von Osman Ay eine erstaunliche Wandlung vollzogen. Einst 155 Kilogramm schwer, soll er bereits in der ersten Zeit 70 Kilogramm mithilfe eines Diätassistenten verloren haben. Dass er nach diesem Erfolg beim Fasten blieb, habe dann nichts mehr mit dem Wunsch zu tun gehabt, weiter an Gewicht zu verlieren. Ihm schien es lediglich um die Kontrolle des Willens zu gehen: „Ich sage den Leuten, dass Intellekt, Wille und Entschlossenheit an einer Person selbst liegen… Wenn eine Person seinen Willen und seinen Verstand nutzt und ausdauernd ist, gibt es nichts, was sie nicht tun kann.“

Ärzte und Ernährungswissenschaftler sind sich einig, dass das Fasten, so es denn richtig praktiziert wird, eine sowohl körperliche als auch geistige Reinigung darstellt. Aber man kann auch viel falsch machen. Statt Obst und Gemüse würden gerade im Ramadan viele Gläubige lieber schwere Kost genießen, die reich an Kohlenhydraten sind, sowie “unzählige Portionen Desserts die ganze Nacht” (mehr hier).

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