PKK-Morde in Paris: Französische Behörden lassen sich nicht in die Karten schauen

Die französischen Behörden stellen sich quer. Drei Monate nach der Ermordung von drei PKK-Aktivistinnen in Paris und der Festnahme eines Verdächtigen, möchte Paris offenbar keine Informationen an die türkische Staatsanwaltschaft liefern. Die Staatsanwaltschaft in Ankara hatte zuvor Verhör-Dokumente und Kamera-Aufzeichnungen von den französischen Behörden gefordert.

Vor zwei Monaten hat die Staatsanwaltschaft in Ankara von den französischen Behörden die Verhör-Dokumente und Kamera-Aufnahmen des mutmaßlichen Mörders der drei PKK-Mitglieder in Paris, gefordert. Frankreich habe bisher nicht reagiert, berichtet die Today`s Zaman.

Der Verdächtige Ömer Güney soll Sakine Cansız, eine der Mitbegründerinnen der PKK im Jahr 1978, Fidan Doğan, Verteterin der Konferenz nationaler Kultureinrichtungen (KNK) in Paris und Leyla Söylemez  in den Büroräumen in der Nähe der Gare du Nord Station im zehnten Bezirk der französischen Hauptstadt mit Kopfschüssen hingerichtet haben (mehr hier).

Die Morde sorgten auch in der Türkei für Bestürzung. „Das Ganze klingt nach einer internen Fehde. Solche Fälle haben wir bereits in der Vergangenheit gesehen“, kommentierte AKP-Sprecher Hüseyin Çelik. „Es gibt so viele Menschen, die diesen Friedens-Prozess zum Scheitern bringen möchten. Wir sollten extrem vorsichtig sein.“

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