Olivenöl: Türkische Exportraten brechen alle Rekorde

In den vergangenen Monaten hatte die Türkei rekordverdächtige Exportraten, im Bereich der Olivenöl-Produktion vorzuweisen. Alleine im März verzeichnete das Land im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Exportanstieg in Höhe von 626 Prozent auf. Grund: Mißernten beim weltweit größten Olivenöl-Produzenten Spanien.

In den vergangenen fünf Monaten ist der Olivenöl-Export in der Türkei im Vergleich zu den Vorjahresmonaten um 446 Prozent auf 45.524 Tonnen gestiegen. In der Zeitspanne zwischen November 2012 bis Ende Februar 2013 verzeichnete die Olivenöl-Export-Industrie im Vorjahresvergleich einen prozentualen Anstieg von 406 Prozent, der einem Wert von 143 Millionen Dollar entsprach.

Der März 2013 wies im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Exportanstieg von 626 Prozent auf. von 2011 bis 2012 wurden 20.000 Tonnen Olivenöl im Wert von 65 Millionen Dollar exportiert.

Maßgeblich für die aktuellen Exportrekorde sei der 60-prozentige Produktionsrückgang bei der spanischen Olivenölindustrie, berichtet die Hürriyet. Ausgebliebene Regenfälle sollen der Agrarwirtschaft großen Schaden zugefügt haben. Das Olivenöl-Angebot Italiens und Griechenlands im Jahr 2012 in Höhe von 95.000 Tonnen, konnte die weltweite Nachfrage nicht decken.

Somit ergriff die Türkei die Chance das ausgebliebene spanische Angebot an Olivenöl, durch das heimische Angebot zu ersetzen. Entscheidend für den Anstieg der türkischen Exporte war auch die kürzliche Bestimmung der EU, dass türkisches Olivenöl zollfrei auf den EU-Markt gelangen darf.

Trotzdem ist Spanien nach wie vor der weltweit größte Olivenöl-Produzent. Danach kommen Italien, Griechenland, Tunesien und die Türkei.

Vergangenes Jahr berichtete der Vorsitzende des Parlaments türkischer Exporteure (TIM), Mehmet Büyükekşi, dass der türkische Olivenölsektor ihre Exporte bis zum Jahre 2023 auf 3,8 Milliarden Dollar erhöhen möchte.

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