Volkswagen: Türkei und Polen buhlen um deutschen Autobauer

VW plant im Laufe des Jahres, weltweit zehn weitere Werke zu bauen. Vom milliardenschweren Investitions-Portfolio des Autobauers möchte neben Polen auch die Türkei profitieren. Schon vergangenes Jahr hatte der türkische Industrieminister Nihat Ergün VW darauf hingewiesen, dass der Konzern die strukturellen und geographischen Vorteile der Türkei nicht zu nutzen wisse.

Volkswagen hat kürzlich verkündet, dass im Investitionsplan für 2013 die Gründung von zwei weiteren VW-Produktionsstätten in Europa geplant seien. Die konkreten Standorte sind noch nicht festgelegt. Volkswagen-Chef Martin Winterkorn will VW zum größten Autokonzern machen. Schon im März hatte er erklärt, dass VW sieben weitere Werke in China bauen möchte.

Polen und die Türkei sind interessiert an potentiellen VW-Werken auf ihren Böden. „Im Moment steht die VW-Spitze vor der Entscheidung zwischen Polen und der Türkei. Die Entscheidung wird im Mai fallen“, zitiert die Hürriyet den Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan.

Er habe der VW-Spitze versucht zu erklären, dass VW eine schwache Repräsentanz im Nahen Osten habe und die Türkei dem deutschen Unternehmen aushelfen könne. VW plane weltweite Investitionen in Höhe von 50.2 Milliarden Dollar.

Vergangenes Jahr hatte sich auch der Industrieminister Nihat Ergün für VW-Investitionen stark gemacht (mehr hier). „Wir erwarten, dass Volkswagen und Škoda zügig Schritte ergreifen werden, um eine Produktionsstätte in der Türkei aufzubauen“, zitierte die türkische Hürriyet Ergün. Škoda ist die Tochtergesellschaft von VW.

VW habe noch keine einzige Produktionsstätte in der Türkei. Die Türkei verfüge über jährliche Produktionskapazitäten von 1,5 Millionen Fahrzeugen. 1,2 Millionen davon würden in Anspruch genommen. Kurzfristiges Ziel sei es jedoch, die Produktionskapazität auf vier Millionen Stück zu erhöhen. Dank ihrer Lage biete die Türkei große Vorteile im Hinblick auf die Erschließung externer Märkte.

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