#nowthatchersdead: Verwirrender Hashtag lässt Cher-Fans erstarren

Der Tod der einstigen britischen Premierministerin Margaret Thatcher verbreitete sich am vergangenen Montag wie ein Lauffeuer - auch in den Sozialen Medien. Dort gab es jedoch nicht nur Bestürzung über das Dahinscheiden der „Eisernen Lady“. Ein missverständlich zu lesender Hashtag hatte auch die Fans von Popstar Cher aufgescheucht.

Ein kurzer Blick, einmal ungenau gelesen und schon ist die Verwirrung perfekt. Der Twitter-Hashtag #nowthatchersdead sorgte am vergangenen Montag für einen Aufschrei unter den Fans des US-Stars Cher. Das berichtet das Technikportal Mashable. Zugegeben, die Konfussion entsteht schnell: Aus der Lesart „now Thatcher’s dead“ wird im Handumdrehen ein „now that Cher’s dead“.

Doch wie kam’s? Im Alter von 87 Jahren war zu Wochenbeginn die britische Politikerin Margaret Thatcher an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben. Die Internetseite Is Thatcher Dead Yet? reagierte prompt. Sie wollte wissen, wie die User im Netz  die Nachricht aufnehmen. Kennzeichnen sollten die Twitterer ihre Botschaft mit dem entsprechenden Hashtag #nowthatchersdead. Doch der Schuss, so der Blog, ging nach hinten los. Denn nicht nur diejenigen, die für die „Eisernen Lady“ wenig übrig hatten fühlten sich angesprochen, sondern auch diejenigen, die umgekehrt viel von der US-amerikanischen Sängerin Cher hielten.

Die 66-jährige Ex von Sonny Bono ist ebenfalls auf Twitter aktiv und schart dort rund 1,4 Millionen Follower um sich. Und schon war das Chaos perfekt. „Ich bin sehr verwirrt“, hieß es da. „Ich kann nicht glauben, dass Cher tot ist“, meint ein anderer. Die Aufklärung folgte zügig und gleich von mehreren Seiten. Für die Webseite Is Thatcher Dead Yet? war der „Spaß“ allerdings noch lange nicht vorbei. Nicht nur über Twitter sollten sich die User austauschen, sondern auch entsprechende Facebook Parties klicken. Selbst eine entsprechende Spotify Playlist mit dem Titel „Until Thatcher’s Dead“ wurde vorbereitet.

Die Cher-Fans dürften sich inzwischen einigermaßen beruhigt haben. Die Thatcher-Gegner allerdings nicht. Sie konzentrieren sich derzeit weiter auf ihr Begräbnis. #nostatefuneral lautet die Parole, mit der sie sich gegen ein Staatsbegräbnis der umstrittenen Politikerin zur Wehr setzen und die nur Stunden nach Bekanntwerden ihres Todes den Hashtag #thatcher geradezu überrollte. Selbst eine Online-Petition wurde ins Leben gerufen. Rund 26.000 Mitzeichner kann Initiator Niall McCabe zur Stunde um sich scharen. Der „Erfolg“ dürfte allerdings rein symbolischer Natur sein. Seine Petition endet am 15. Februar 2014 – bis dahin ist das Spektakel ohnehin längst Geschichte.

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