Margaret Thatcher: Sie hat den Schlaganfall kommen sehen

Zwei Tage nach dem Tod der einstigen britischen Premierministerin Margaret Thatcher dringen immer mehr Details zu ihren letzten Stunden an die Öffentlichkeit. Jüngsten Berichten zufolge, habe sie den Schlaganfall, der sie schließlich auch das Leben kostete, sofort erkannt.

Wie das britische Boulevardblatt Daily Mail an diesem Mittwoch berichtet, habe Margaret Thatcher die letzten Monate ihres Lebens völlig zurückgezogen in einer luxuriösen Suite des Fünf-Sterne-Hotels Ritz im Herzen Londons zugebracht. Bereits kurz nach Weihnachten 2012 habe sie dort nach einer Operation eingecheckt. Ob sie Gast des Hauses war, oder tatsächlich 3,660 Pfund pro Nacht für die einer kleinen Wohnung gleichenden Suite bezahlte, sei allerdings unklar.

Wissen will das Blatt hingegen, dass die einstige Premierministerin am vergangenen Montag gegen 11.28 Uhr (Ortszeit) friedlich und schnell verschieden sei. Noch kurz zuvor soll sie in ihrem Bett gesessen und gelesen haben.

Der gerufene Arzt konnte nichts mehr ausrichten

Bereits in den vergangenen zehn Jahren, so heißt es weiter, habe die als „Eiserne Lady“ bekannte Politikerin eine ganze Reihe kleinerer Schlaganfälle erlitten. Am Montag soll sie nun die typischen Symptome für einen neuerlichen Schlaganfall, der sie schließlich das Leben kosten sollte, sofort erkannt haben. „Sie hatte in der Vergangenheit eine ganze Reihe und das war ein weiterer. Sie erkannte die Symptome und wusste, dass das ein Schlaganfall war und das war der der sie getötet hat. Der Arzt wurde gerufen, aber es ging alles sehr schnell“, zitiert das Medium einen engen Freund. Erst 13 Stunden später habe man ihren Leichnam aus dem Hotel gebracht.

Ihre Zwillinge Mark und Carol sollen sich zum Todeszeitpunkt übrigens im Ausland aufgehalten haben. Darüber hinaus sollen sie nur begrenzten Besuch bei ihrer Mutter gestattet haben. Angeblich habe nur ein Gast pro Woche vortreten dürfen. Manch enger Freund, so skiziiert das Blatt, habe sich mehr gewünscht.

Die Trauerfeier für Margaret Thatcher ist für nächsten Mittwoch in der St. Paul’s Cathedral im Herzen Londons angesetzt. An der Zeremonie soll auch ein kleiner Kreis unter den Ritz-Angestellten vertreten sein. Daneben werden auch die Queen sowie der Duke of Edinburgh erwartet. Es ist das erste politische Begräbnis, an dem ein britischer Monarch teilnimmt, seit der Beerdigung Winston Churchills 1965. Genaue Anweisungen hatte sie bereits zu Lebzeiten hinterlassen (mehr hier).

Mehr zum Thema:

Bizarre Partys: Briten feiern den Tod von Margaret Thatcher
#nowthatchersdead: Verwirrender Hashtag lässt Cher-Fans erstarren
Begräbnis der „Eisernen Lady“: Margaret Thatcher will kein Publikum am Sarg

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.