Türkei: DenizBank übernimmt Privatkundengeschäft der Citigroup

Die türkische DenizBank hat sich mit der Citigroup auf die Übernahme des Türkei-Geschäfts der Citigroup geeinigt. Doch der Name der DenizBank trügt. Die Mehrheitsanteile der türkischen Traditionsbank Bank liegen seit 2006 in den Händen ausländischer Unternehmen.

DenizBank wird im dritten Quartal des aktuellen Jahres, das Privatkundengeschäft der Citigroup in der Türkei übernehmen. Beide Unternehmen haben für die vorgesehene Transaktion einen Vertrag unterzeichnet, berichtet die New York Times. Damit wird die DenizBank einen Kundenstamm von 600.000 Personen, ein Bruttovermögen in Höhe von 650 Millionen Dollar, Einlagen in Höhe von 800 Millionen Dollar und den gesamten Personalstamm übernehmen.

Doch DenizBank liegt seit sieben Jahren nicht mehr in türkischen Händen. 2006 übernahm die Belgische Bank Dexia 75 Prozent der Anteile an der DenizBank von der Zorlu Holding. 2,4 Milliarden Dollar ließ sich Dexia diese Aktienmehrheit kosten.

Im September 2012 verkaufte Dexia die DenizBank für 2,79 Milliarden Euro an das russische Kreditinstitut Sberbank, welches die größte Bank Osteuropas ist und über sowohl 250 Millionen Privatkunden, als auch 1,3 Millionen Geschäftskunden verfügt.

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