Türkische Ex-Spione: Ausländische Geheimdienste hören Erdoğan ab

Bülent Orakoğlu und Osman Ak - ehemalige Mitarbeiter der türkischen Polizei - sind der Ansicht, dass die Türkei im nachrichtendienstlichen Bereich unerfolgreich ist. Ausländische Geheimdienste seien befähigt, türkische Staatsmänner abzuhören. Der Türkei fehle die technologische Fähigkeit dem entgegenzutreten. Doch Lösungsvorschläge können auch sie nicht bieten.

Der ehemalige Chef der Zentralbehörde der türkischen Polizei (Abteilung Nachrichtendienst), Bülent Orakoğlu, sagt, dass bisher alle türkischen Ministerpräsidenten von ausländischen Geheimdiensten abgehört wurden.

Er sei nicht verwundert über die kürzlich erschienenen Berichte, dass auch Premier Erdoğan durchgehenden Lauschangriffen von Ausländern unterworfen sei. „Unsere Geheimdienste waren niemals im Stande gewesen, derartige Lauschangriffe auf unsere Staatsbeamten zu unterbinden“, zitiert die Hürriyet den pensionierten Spionage-Chef.

Die Sexvideo-Skandale in Bezug auf Abgeordnete der CHP und der MHP seien von jenen einflussreichen Diensten durchgeführt worden. Der ehemalige Geheimdienstbeamte der türkischen Polizei, Osman Ak, meint, die Türkei sei weitgehend infiltriert.

Die Technologie und der Aufbau der Abhörzentralen stehen in indirekter Abhängigkeit zu ausländischen Geheimdiensten. Die in der Türkei stationierten Telekommunikations-Dienstleister arbeiten mit ihnen zusammen. Bei denselben Dienstleistern erhalten „unsere Dienste“ die nötige Ausstattung, meint Ak.

http://www.youtube.com/watch?v=RTPHm5dFDaY

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