Rassismus: Tierschutzpartei distanziert sich von antimuslimischen Aussagen

Der Bundesvorstand der Tierschutzpartei Deutschland hat in einer Mitteilung klar gestellt, dass Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz parteiintern nicht toleriert werden. Zuvor hatte der Landesvorsitzende der Tierschutzpartei in einer E-mail menschenverachtende Aussagen über Muslime gemacht.

Der Bundesvorstand der Tierschutzpartei hat sich in einer Mitteilung, die den DTN vorliegt, deutlich von den rassistischen Aussagen ihres Landesvorsitzenden Thüringen, Harald von Fehr, distanziert. Die von ihm weitergeleitete E-Mail mit ausländerfeindlichen und diskriminierenden Äußerungen habe „sowohl außerhalb als auch innerhalb der Partei zu einer Welle der Entrüstung und zu starken Irritationen geführt“.

Die Tierschutzpartei stelle sich gegen jegliche Art von „Diskriminierung von Menschen bestimmter ethnischer oder religiöser Herkunft und rechtsradikales, fremdenfeindliches oder rassistisches Gedankengut“.

Vor allem im Grundsatzprogramm der Tierschutzpartei mache die Partei deutlich, dass sie sich für ein friedliches Miteinander aller Menschen – im Einklang mit der Umwelt und den Tieren –  einsetze.

Auf Nachfrage der DTN, ob der Vorfall Konsequenzen nach sich ziehen werde, antwortete der Bundesvorsitzende der Tierschutzpartei, Horst Wester, dass „selbstverständlich“ parteiinterne Konsequenzen folgen werden.

„Wie diese aber genau aussehen, dazu kann ich im Moment noch gar nichts sagen, da wir erst gestern Herrn von Fehr um eine offizielle Stellungnahme in dieser Angelegenheit ersucht haben. Wir haben ihn dezidiert aufgefordert, uns zu erklären, wie es dazu kam, eine solche Mail weiterzuleiten.“

Zuvor hatte sich von Fehr in einem kuriosen Vergleich über die Erschießung von Schweinen empört. Denn jene Schweine verhielten sich schließlich weitaus zivilisierter als Kopftuch tragende Muslime (mehr hier). Harald von Fehr soll zudem in mehreren Ausgaben der rechtsradikalen Zeitschrift „Der Rennsteigbote“ als Autor mitgewirkt haben und sogar namentlich erwähnt worden sein. Heute werde die Zeitschrift offiziell von der Thüringer NPD, sprich dessen Kreisverband in Gotha herausgegeben.

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