„Family Guy“: Boston-Clip sorgt für Aufruhr im Netz

Zwei Tage nach den verheerenden Bombenexplosionen beim Marathon in Boston sorgt ausgerechnet eine US-Comic-Serie für Wirbel im Netz. In einer Folge der beliebten Zeichentrickreihe „Family Guy“ gibt es Tote bei dieser Veranstaltung. Ein makaberer Fake-Zusammenschnitt lässt nun auch noch Bomben detonieren.

Drei Tote, mehr als 140 Verletzte und noch immer keine heiße Spur (mehr hier):  Die dramatischen Ereignisse während des Boston Marathons sind allgegenwärtig. Auch im Netz diskutieren die Menschen über das Geschehene und dessen makabere Folgen. Derzeit, so berichtet die türkische Zeitung Hürriyet, sorgt die Zeichentrickserie „Family Guy“ gleich in doppelter Hinsicht für Aufregung.

So existiert in der Tat eine Folge, in der es Tote beim Boston Marathon gibt. In der fraglichen Episode „Turban Cowboy“, die in den USA erstmals am 17. März dieses Jahres ausgestrahlt wurde, gewinnt Familienoberhaupt Peter Griffin das Rennen, indem er mit seinem Auto einfach alles niedermäht. Im Interview mit Sport-Kommentator Bob Costas schildert er, wie er das angestellt hätte. Später wird Griffin dann auch noch versehentlich zum Terroristen.

Der US-Sender Fox hat mittlerweile reagiert und das Video am vergangenen Dienstag sowohl von fox.com als auch von hulu.com entfernt.

Doch dem nicht genug. Denn momentan kursiert zudem ein Fake-Zusammenschnitt, der die aktuellen Ereignisse vom vergangenen Montag auf abscheuliche Weise mit einbezieht. Eine Szene aus der gleichen Folge, die aber eigentlich erst später zu sehen ist, wird nach vorne gezogen. Das Ergebnis: Auf Costas Frage hin, wie er das angestellt habe, zückt Griffin sein Handy, woraufhin zwei Explosionen zu hören sind.

http://www.youtube.com/watch?v=EYRzgxRO1hg

Nicht nur die User, auch der Erfinder der TV-Serie, Seth MacFarlane, ist entsetzt. Auf Twitter verurteilte er den Zusammenschnitt auf das Schärfste: „Der zusammengeschnittene Family-Guy-Ausschnitt ist abscheulich. Die Geschehnisse waren ein Verbrechen und eine Tragödie. Ich bin in Gedanken bei den Opfern.

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