Ford-Partner Koç: Ein türkisches Auto wäre der „kommerzielle Tod“

Die Koç Holding - Kooperationspartner von Ford in der Nutzfahrzeugfertigung - meint: Eine eigene türkische Automarke kann und darf die Türkei nicht ins Leben rufen. Denn dies würde den ökonomischen Tod für die Türkei bedeuten. Doch Wirtschaftsminister Çağlayan ist anderer Ansicht.

Die Aussage des Vorstandsvorsitzenden der Koç Holding, Mustafa Koç, dass eine „eigene türkische Automarke, den kommerziellen Tod“ für die Türkei bedeuten würde, hat beim türkischen Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan für Empörung gesorgt.

„Unter der Voraussetzung, dass Koç auch wirklich jene Begrifflichkeiten verwendet hat, ist sowohl die Aussage, als auch die Feststellung komplett falsch“, zitiert die Today`s Zaman den Minister. Er persönlich sei zwar nicht so „groß“ wie die Koç Holding, doch als gelernter Ingenieur, Industrieller und Wirtschaftsminister habe er ebenfalls Einblicke in die wirtschaftlichen Gegebenheiten.

„Es mag sein, dass die Koç Holding eine Reihe von ausländischen Kooperationspartnern habe und auch in Abhängigkeit zu ihnen stehe. Doch ihr wirtschaftlicher Erfolg und ihr Wachstum beruht auf ihrem Heimatland. Das sollte sie nicht vergessen“, erklärt Çağlayan. Die Türkei verfüge über alle technologischen Fähigkeiten und humane Ressourcen, um ein eigenes Auto auf den Markt zu bringen.

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