Moslem-Comic: „Mustafas Kiosk“ erregt die Gemüter

Ein neuer Karikaturen-Streit droht. In Schweden ist ein interaktives Hörbuch erschienen, der von muslimischen Verbänden als islamophob eingestuft wird. Ihre Sorge ist groß, denn die Zielgruppe des Buches sind Kinder. Das Verlagshaus hat sich entschuldigt. Doch zurückgezogen wird das Buch nicht.

Ein mutmaßlich islamophobes interaktives Hörbuch in Schweden hat zu einem Sturm der Entrüstung bei einheimischen islamischen Gemeinden gesorgt. Die Rede ist von „Mustafas Kiosk“.

Dort geht es um einen furchteinflößenden, turbantragenden muslimischen Kiosk-Besitzer, der auf seinem Ladentresen ein orientalisches Schwert liegen hat und kleinen Kindern davon berichtet, wie er anderen Menschen den Kopf abhackt. Jenes interaktive Hörbuch wurde vom dänischen Cartoonisten Jakob Martin Strid hergestellt.

Die protestierenden muslimischen Verbände sind der Ansicht, dass schwedische Kinder im Rahmen ihrer Sozialisation – durch derartige Medien – mit Vorurteilen aufwachsen, die verwurzelt bleiben. Die Sprecherin des Verlagshauses Kabusa, Kerstin Aronsson, erklärte in einer Mitteilung, sie habe nicht nur Protest-Emails erhalten. Zahlreiche Kunden seien sehr erfreut gewesen über das Erscheinen von „Mustafas Kiosk“.

„Bei allen anderen, die rassistische Tendenzen in dem Buch bemerkt haben wollen, entschuldigen wir uns ausdrücklich“, zitiert die Zeitung Vatan die Sprecherin.

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