Nichts ist heilig: 3 türkische Moscheen werden pro Tag beraubt

Im Zuge einer parlamentarischen Anfrage sah sich der türkische Vizepremier Bekir Bozdağ nun zu einer überraschenden Antwort veranlasst. Denn: Nach derzeitigen Stand werden in der Türkei offenbar drei Moscheen pro Tag Opfer eines Diebstahls.

Nach Angaben von Vizepremier Bozdağ seien in den vergangenen fünf Jahren 4,950 türkische Moscheen beraubt worden. Das, so berichtet die Zeitung Hürriyet, entspräche einem Durchschnitt von drei Moscheen jeden Tag.

Nur 454 dieser Fälle hätten bis dato aufgeklärt werden können. Die Diebe, über deren Hintergründe keine Angaben gemacht wurden, hätten es bei ihren Raubzügen vor allem Teppiche, Teppichböden, elektronische Geräte, Kohle, Schuhe, Geld und ähnliche Gegenstände abgesehen. Istanbul ist derzeit der Hotspot der Moscheen (mehr hier).

Die parlamentarische Anfrage stammt von dem CHP-Abgeordneten İhsan Özkes. Diesen interessierte zudem, wie viele Bartsträhnen des Propheten Mohammed als Reliquien in der Türkei vorhanden seien. Demnach hätten mehr als 1800 Moscheen im Land Haarsträhnen aus dem Bart des Propheten Mohammed. Im Zusammenhang mit Sakal-i Serif hätte es zwei Diebstähle gegeben. Ermittlungen, diese Stücke wiederzufinden, dauerten, so Bozdağ, noch immer an. Kürzlich gab es auch einen Antrag, die weltbekannte Hagia Sophia wieder zur Moschee zu machen (mehr hier).

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