SVR-Vorsitzende: Roma-Zuwanderung stellt Kommunen vor eine große Herausforderung

Im Zuge der EU-Binnenmigration sind viele Roma nach Deutschland gekommen. SVR-Vorsitzende Langenfeld sagt: Sie leiden sowohl in ihren Herkunftsländern, als auch in Deutschland unter einer weitgehenden gesellschaftlichen Ausgrenzung. Die Kommunen müssen diese Menschen aktiv integrieren.

Christine Langenfeld, Vorsitzende im Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR), hat im Vorfeld der Hauptversammlung des Deutschen Städtetags gesagt, dass die Zuwanderung von Roma aus Bulgarien und Rumänien – im Rahmen der EU-Binnenmigration – „einige“ Kommunen in Deutschland vor „große Herausforderungen“ stelle. Die Integration einer „so ausgegrenzten Gruppe“ brauche Zeit, Geld und Geduld.

Deshalb sei die Zusammenarbeit mit den Interessenvertretungen der Roma unerlässlich. „Ein erfolgreiches Beispiel sind Roma, die als Schulmediatoren eine Brücke zwischen Elternhaus und Schule bauen und zugleich Rollenvorbilder für Kinder und Jugendliche sind“, erklärt Langenfeld in einer Mitteilung, die den DTN vorliegt.

Die kommunale Integrationsarbeit müsse zudem abgestimmt werden mit den familiären und sozialen Strukturen der Roma. Viele dieser Menschen „geraten oft in die Fänge skrupelloser Vermieter und Arbeitgeber, denen sie hilflos ausgeliefert sind“, so Langenfeld. Rechtsfreie Räume könnten die Folge sein.

Die Roma haben einen Anspruch auf den „Schutz des Rechtsstaates“. Die EU sei nicht nur ein Binnenmarkt, sondern auch eine Wertegemeinschaft, in der die systematische Ausgrenzung von Menschen verhindert werden müsse. Auch die Herkunftsländer seien in der Pflicht.

Mehr zum Thema:

Migrations-Forscher: Einheimische Ressourcen können Fachkräftemangel nicht decken
Klaus J. Bade: Sarrazins Thesen bedienen den Kultur-Rassismus
SVR-Studie: Medien schüren Vorurteile gegen Muslime

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.