Aufstand in China: Sicherheitskräfte töten elf Uiguren

In der chinesischen Region Xinjiang ist es erneut zu Unruhen zwischen einheimischen Uiguren und chinesischen Sicherheitskräften gekommen. Im Laufe der Ausschreitungen und im Vorfeld wurden 21 Menschen getötet.

Bei ethnischen Ausschreitungen in der von China seit 1949 besetzten Region Xinjiang (früher Ost-Turkestan) sind insgesamt 21 Menschen gestötet worden. Unter den Opfern befinden sich neben Polizisten und Sozialarbeitern auch elf Uiguren.

Zuvor hatten die chinesischen Behörden Sicherheitskräfte in die Ortschaft Bachu entsendet, weil sich in einigen Häusern „scharfe Messer und spitze Gegenstände“ befunden haben sollen. Nach offiziellen Angaben der chinesischen Regierung seien „Terroraktivitäten“ geplant gewesen. Die galt es zu unterbinden.

Der Sprecher des Weltkongresses der Uiguren (WUC), Seyid Tümtürk, erklärte hingegen, dass bei einer Polizei-Razzia elf Uiguren getötet worden sind. „Aus Protest zogen die Nachbarn und Verwandten der Getöteten auf die Straße und lieferten sich Straßenschlachten. Dabei kamen auch Polizisten um“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu den WUC-Sprecher.

Die chinesische Regierung betreibt in der Region Xinjiang eine systematische Ansiedlung von Han-Chinesen, um die uigurische Bevölkerung zurückzudrängen. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Han-Chinesen und Uiguren.

Der blutigste Vorfall ereignete sich 2009. Nach offiziellen Angaben starben 197 Menschen, mehr als 1.600 wurden verletzt. Zuvor hatten uighurische Exil-Gruppen im Internet zu Demonstrationen aufgerufen.

„Die Demonstranten forderten die Aufklärung des Todes zweier uighurischer Wanderarbeiter bei Auseinandersetzungen in einer Spielzeugfabrik in Südchina Ende Juni. Dort hatten die Gerüchte um die Vergewaltigung einer uighurischen Wanderarbeiterin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen geführt“, berichtet die Bundeszentrale für politische Bildung.

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