Türkei: Riesiger Waffenfund in Libyen-Frachter entdeckt

Im Zuge einer Razzia auf einem libyschen Schiff am Istanbuler Hafen, haben türkische Sicherheitsbeamte zahlreiche Waffen sichergestellt. Der Kapitän des Schiffs wurde festgenommen. Die türkische Polizei hatte zuvor einen anonymen Hinweis bekommen.

Die türkische Küstenwache in Istanbul hat im Rahmen einer Untersuchung auf einem libyschen Schiff zahlreiche Waffen festgestellt und konfisziert. Das Schiff  „Al-Intisaar“ war von Malta aus gestartet und wollte nach einem Zwischenstopp am Bosporus weiter nach Libyen fahren.

Insgesamt wurden 998 Pump-Guns, 199 7,65-Millimeter Pistolen mit 5000 Schuss, 210 9-Millimeter Pistolen, 260 Gewehr-Patronen, 251.000 Jagdgewehr-Patronen und zwei Gasmasken sichergestellt. Auf einigen der Waffen sollen sich Ambleme des Osmanischen Reiches befunden haben, berichtet die Hürriyet.

Zudem wurde von der Küstenwache festgestellt, dass die Waffen erst in Istanbul auf das Schiff gelangt sind. Der libysche Kapitän und ein indonesischer Schiffsangestellter wurden festgenommen. Derzeit befinden sich beide in Untersuchungshaft.

Offenbar ist die Türkei ein Transitland für illegale Waffenhändler. Allein bei fünf Operationen im Januar 2013 wurden an der türkisch-syrischen Grenze rund 110 Luftgewehre, 51 Schrotflinten, 86 Zielfernrohre, 104 Waffenmagazine, 86 Pistolenmagazine sowie 50,375 Stück Munition konfisziert (mehr hier).

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