Studenten: Ethnische Ausschreitungen an der Marmara Universität

An der Marmara Universität ist es zu Ausschreitungen gekommen. Die Gewalttätigkeiten spielten sich diesmal zwischen türkischen und kurdischen Studenten ab. Doch die Polizei griff rechtzeitig ein. Verletzte oder Tote gab es nicht.

Auf dem Göztepe-Campus der Marmara Universität in Istanbul ist es zu Ausschreitungen zwischen 50 Anhängern der kurdisch-nationalistischen Studentengruppe „Yurtsever Üniversite Gençliği“ (YDGH) und türkischen Studenten gekommen. Die Polizei schritt rechtzeitig ein, um eine Eskalation zu verhindern. Schwerverletzte oder Tote gab es nicht, berichtet die Hürriyet. Seit Beginn der Verhandlungen mit zwischen der PKK und der AKP-Regierung häufen sich derartige Vorfälle zwischen Studenten.

Mitte April kam es auch an der Dicle Universität in Diyarbakır zu Ausschreitungen zwischen kurdischen Anhängern der „Hisbollah“ und der PKK. Drei Tage lang bekämpften sich beide Seiten. Die „Hisbollah“-Anhänger skandierten Parolen gegen die PKK. Zudem soll die türkische Polizei die „Hisbollah“-Anhänger protegiert haben, berichtet die Zeitung Birgün. Mehrere kurdische und türkische Zeitungen, die dem linken Spektrum zuzuordnen sind, schlossen sich der Sicht von Birgün an.

Offenbar sind eine Reihe von kurdischen und türkischen Gruppen unglücklich über die Haltung der AKP in der PKK-Frage. So fühlen sich die Vertreter der kurdisch-islamistischen Partei Hüdapar übergangen und fordern ein Mitspracherecht. Mehrmals haben ihre Vertreter verkündet, dass die PKK nicht für alle Kurden sprechen könne.

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