Gut für Handel mit Türkei: Russland hebt Blockadepolitik in Georgien auf

Türkische Unternehmen werden nach vier Jahren wieder die Möglichkeit haben, ihren Handel mit Russland über Georgien abzuwickeln. Moskau hebt seine Blockadepolitik gegen Georgien auf. Doch der Kaukasus ist nach wie vor eine instabile Region.

Eine gute Nachricht für türkische Landwirte und Exporteure. Türkische Unternehmen werden wieder die Möglichkeit haben ihren Handel mit Russland über georgische Handelsrouten abzuwickeln. Darauf einigten sich der Energieminister Taner Yıldız und sein russischer Amtskollege Alexander Nowak bei einem Treffen in Antalya.

Die georgische Handelsroute war im Jahr 2009 aufgrund des Georgien-Konflikts gesperrt worden. Seitdem war es auch nicht möglich, den Hafen von Sotschi für den Containerhandel zu nutzen. Im vergangenen Jahr exportierte die Türkei Lebensmittelprodukte im Wert von 1,1 Milliarden nach Russland. Im aktuellen Jahr ist die 1,5 Milliardenmarke angepeilt.

Der Sinneswandel Russlands wird die wirtschaftliche Situation im Kaukasus positiv beeinflussen. Türkische Unternehmen planen, ein logistisches Zentrum in der nordkaukasischen Stadt Wladikawkas zu errichten. „Vor zwei Jahren war es noch unmöglich, dass türkische LKWs den Kaukasus nach Russland und nach Kasachstan passieren“, zitiert die Nachrichtenagentur Cihan den Energieminister Yıldız. Zudem hebe Moskau das seit der Sowjetzeit bestehende Import-Verbot für Milchprodukte auf.

Diese Entwicklung dürfte auch dem türkischen Handelsbilanz-Defizit gut tun. Denn das Land versucht schon seit längerer Zeit, jenes Defizit durch einen wachsenden Exportmarkt abzubauen (mehr hier).

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