PKK-Führer: Wir müssen Europa die Kurden-Karte aus der Hand nehmen

PKK-Führer Murat Karayılan sagt: Die EU möchte keine Lösung der Kurdenfrage. Sie missbraucht die Kurden für ihre eigenen Zwecke. Nur die Türkei kann dieses Spiel beenden. Der „Demokratisierungs-Prozess” in der Türkei muss vorangetrieben werden.

Der PKK-Führer im Kandil-Gebirge Murat Karayılan hat auf einer Pressekonferenz gesagt, man müsse den Europäern die „Kurden-Karte” aus den Händen nehmen. Nur so sei ein nachhaltiger Frieden zwischen der PKK und der AKP-Regierung möglich.

„Wir können nur schwerlich sagen, dass die EU in der Lösung der Kurdenfrage redlich handelt. Die Türkei muss den Demokratisierungs-Prozess vorantreiben, damit die EU die Kurden nicht mehr für ihre eigenen Zwecke missbraucht”, zitiert das Nachrichtenportal Haberturk den PKK-Führer.

Denn die EU sei nicht zwangsläufig interessiert an einer Lösung. Auch bei den Ermittlungen der Pariser PKK-Morde, so Karayılan, mangele es an genauen Untersuchungen.

Zudem seien die PKK und er gegen jegliche Unabhängigkeitsbestrebungen des Nordirak. Er wünsche sich, dass die Völker des Nahen Ostens im Rahmen eines „demokratischen Konföderalismus” zusammenleben. „Nationalstaaten würden nur Diktaturen nach sich ziehen”, meint er.

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