Dağdelen-Kritik an Werkschließung: Unternehmensspitze von Opel zeigt ihr wahres Gesicht

Sevim Dağdelen, Abgeordnete der Bundestagsfraktion DIE LINKE, stellt sich vehement gegen die geplante Schließung der Automobil-Produktionsstätte des Unternehmens Opel in Bochum. Sie fordert die Landesregierung in NRW und die Bundesregierung zum Handeln auf. Doch die Schließung des Opel-Werks ist schon längst beschlossene Sache. Damit reagiert der Opel-Aufsichtsrat auf die Forderungen des US-Mutterkonzern General Motors (GM).

„(…) Mit der Erklärung aus dem Management, das Opel-Werk in Bochum jetzt ganz zu schließen, hat die Unternehmensleitung ihre eigentlichen Pläne offengelegt”, erklärt die Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Sevim Dağdelen, in einer aktuellen Mitteilung. Es sei ein ungeheuerlicher Vorgang die Beschäftigten des Opel-Werks „so an die Wand zu fahren” und ihnen die Schuld für die Schließung, in die Schuhe schieben zu wollen. Die Unternehmensspitze habe, so Dağdelen, ihr wahres Gesicht gezeigt.

Von der rot-grünen Landesregierung in NRW seien bisher keine konkreten Schritte unternommen worden. Jetzt sei sie gefordert. Sie müsse sich im Bundesrat für ein gesetzliches Verbot von „Massenentlassungen” einsetzen. Bisher habe sich nur DIE LINKE im Bundestag für ein „Gesetz gegen Massenentlassungen” stark gemacht. In Bochum gehe es nicht nur um das Schicksal von 4100 Opel-Arbeitern, sondern um insgesamt 40.000 Arbeitsplätze.

Opel steckt seit Jahren in der finanziellen Krise. Deshalb fordert der US-Mutterkonzern General Motors (GM), Opel solle überschüssige Produktkapazitäten abbauen. In der vergangenen Woche beschloss der Aufsichtsrat von Opel die Schließung der Produktionsstätte in Bochum bis 2014, berichtet AFP. Diese vorzeitige Schließung kommt nicht unerwartet berichtete die DWN im vergangenen Monat.

Opel hatte zuvor angeboten, die Fahrzeugfertigung erst Ende 2016 zu schließen. Außerdem sollten 1.200 der mehr als 3.000 Arbeitsplätze im Lager und in einer Komponentenfertigung erhalten bleiben. Allerdings konnte der Konzern die Beschäftigten nicht von seinem Sanierungsplan überzeugen.

Dağdelen bezeichnet die Strategie von GM als „ruinös”. Sie fordert  – nach dem Beispiel VWs – eine staatliche Unternehmens-Beteiligung. Denn nur auf diesem Weg könne die „öffentliche Hand” Einfluss auf Opel nehmen. Nur unter dieser Voraussetzung sei die Ausarbeitung einer gemeinsamen Strategie möglich.

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