Von USA und Interpol gesucht: Türkischer Drogenbaron in Istanbul geschnappt

Einer der meistgesuchten türkischen Drogenbarone scheint endlich gefasst. Sowohl die USA als auch Interpol hatten 13 Jahre lang nach Cumhur Yakut gefahndet. Jetzt soll er in Istanbul ins Netz gegangen sein.

Bereits am vergangenen Freitag, den 26. April, soll Drogenbaron Cumhur Yakut in Istanbul geschnappt worden sein. Das berichtet die türkische Nachrichtenagentur Doğan. Der als „Vater der Paten“ bekannte Kriminelle war einer der vier Schlüsselnamen auf der US-Liste der internationalen Drogenhändler. Nun soll während eines Großeinsatzes in der Villa seiner Familie in Sarıyer, an dem auch Spezialeinheiten und ein Hubschrauber beteiligt waren, der Zuschlag geglückt sein.

Yakut soll der Kopf eines riesigen Händlerrings sein. Daneben werden ihm mehrere Drogendelikte vorgeworfen, darunter auch Fälle der Jahre 2000 und 2001, bei denen  520 und 316 Kilo Heroin beschlagnahmt worden waren. Zuletzt sah sich auch Interpol veranlasst, ihn auf die Rote Liste zu setzen.

Sicherheitskräfte fanden nun vor drei Monaten heraus, dass Yakut vor kurzem in die Türkei eingereist sei und seither in Istanbul leben würde. Auf der Flucht vor der Polizei habe er sich nun beide Beine gebrochen. Laut der offiziellen Darstellung habe er gerade Tee in seinem Garten getrunken, als die Polizei die Villa stürmte. Er soll in Panik geraten und von einer fünf Meter hohen Mauer gesprungen sein. Nach einer medizinischen Versorgung sei er in Gewahrsam genommen worden. Während der Razzia wurden auch seine gefälschten Papiere sichergestellt.

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