Attentat auf syrischen Ministerpräsident: Sechs Menschen sterben

Bei dem Anschlag auf den syrischen Ministerpräsident Wael al Halki an diesem Montag in Damaskus sind jüngsten Erkenntnissen zufolge sechs Menschen gestorben. Die Autobombe detonierte am Morgen im Stadtteil Al-Messe neben dem Konvoi des Politikers. Er selbst blieb unverletzt.

Nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachterstelle für Menschenrechte seien bei dem Anschlag an diesem Montagmorgen insgesamt sechs Menschen getötet worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Zunächst hieß es, nur der Leibwächter sei getötet sowie der Fahrer von Wael al Halki verletzt worden. Jetzt wurde bekannt, dass der Anschlag gegen 9.00 Uhr morgens (Ortszeit) auch fünf Passanten das Leben kostete. Der Ministerpräsident, so meldete das staatliche Fernsehen nur kurze Zeit später, war nicht zu Schaden gekommen. Die Autobombe war direkt nebem seinem Konvoi explodiert.

Der Vorfall von heute morgen sei die jüngste Attacke von Seiten der Rebellen auf Ziele der Regierung. Im vergangenen Dezember war Assads Innenminister bei einem Anschlag auf das Innenministerium verwundet worden.

Erst im vergangenen August trat Halki an die Stelle von Riyadh Hijab, der nur Wochen, nachdem bei einem Bombenanschlag vier Personen aus dem innersten Machtzirkel des Regimes getötet wurden (mehr hier), übergelaufen und nach Jordanien geflüchtet war. Halki hatte die Anschläge damals in einer von der Nachrichtenagentur SANA veröffentlichten Erklärung verurteilt und gleichzeitig als ein Scheitern der terroristischen Gruppen bezeichnet.

Im nun betroffenen Stadtteil finden sich viele staatliche und militärische Einrichtungen. Auch viele syrische Beamte leben dort.

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