Syrien: Hat die israelische Luftwaffe ein Chemiewaffen-Depot bombardiert?

Die Freie Syrische Armee (FSA) meint, Israel habe Luftschläge gegen syrische Chemiewaffen-Anlagen in Damaskus geflogen. Einige Medienquellen bestätigen diese Nachricht. Doch weder Tel-Aviv, noch Damaskus haben zu dieser Behauptung eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht.

Die israelische Luftwaffe soll den Berichten der Freien Syrischen Armee (FSA) zufolge am Wochenende Luftschläge gegen ein Chemiewaffen-Depot in der Nähe von Damaskus durchgeführt haben. Die US-Nachrichtenagentur UPI berichtet, dass offizielle Stellen aus Syrien und Israel jenen Luftschlag noch nicht bestätigt haben. The Jewish Press hingegen ist der Ansicht, Israel habe am vergangenen Samstag morgen Luftschläge durchgeführt.

Schon im Januar hatte Israel Luftschläge auf Ziele in der Grenzregion zum Libanon in Syrien geflogen. Syrien zufolge soll nicht ein Fahrzeugkonvoi, wie die USA behaupteten, sondern ein Forschungszentrum bombardiert worden sein (mehr hier).

Israel befürchtet, dass C-Waffen oder Luftabwehrsysteme aus Syrien in den Libanon an die Hisbollah geliefert werden könnten. In der Region würde sich damit das Machtgefüge ändern, berichtete die Times of Israel.

Nach Ansicht des türkischen EU-Ministers Egemen Bağış ist eine Intervention in Syrien unvermeidlich. Auch, wenn keine Beweise für den Gebrauch von C-Waffen durch das syrische Regime gefunden werden (mehr hier) US-Präsident Barack Obama hatte zur Besonnenheit gemahnt. Er will die Vorwürfe gründlich prüfen.

„Wir haben nicht das Recht unempfindlich gegenüber einem Regime zu bleiben, das seine eigenen Städte bombardiert und Massaker an seinen Bürgern ohne Differenzierung verübt. Wir alle haben eine Verantwortung“, meint Bağış.

Mehr zum Thema:

Syrien zerfällt: Libanesische Hisbollah-Milizen bewaffnen Alawiten
Syrien-Konflikt: Assad fordert Hilfe von BRICS-Staaten
Shimon Peres: Israel und Türkei müssen Völkern der Region helfen

 

 

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.