2. türkische AWK: Entscheidung über Zuschlag soll am Wochenende fallen

Am Wochenende will die türkische Regierung entscheiden, wer denn nun den Auftrag für den Bau des zweiten AKWs in Sinop erhält. Energieminister Taner Yıldız ist der Ansicht, dass Japan und China die besten Chancen haben. Doch Yıldız kann das totale Desinteresse der USA an einer Mitwirkung an der Errichtung von AKWs in der Türkei nicht verstehen. Das gehöre schließlich zu einer strategischen Partnerschaft.

Der türkische Energieminister Taner Yıldız sagt, dass die Entscheidung über den Auftragnehmer für den Bau des zweiten AKWs in Sinop am Wochenende fallen werde. Der öffentliche Auftrag hat einen Wert von 22 Milliarden US-Dollar. „Wir stehen kurz davor, einen Vertrag zu unterschreiben. Japan und China sind Favoriten“, zitiert die Hürriyet den Energieminister (mehr hier). Das Projekt soll 2017 starten und 2023 fertig gestellt werden.

Yıldız ist unglücklich über das Desinteresse der USA (mehr hier). Die türkische Regierung wollte ursprünglich auch US-Unternehmen in den Bau der AKWs einbinden. „Wenn ich das Atomkraftwerk nicht mit den USA bauen wollen würde, welches strategische Projekt sollte es denn dann sein? Soll ich mit ihnen Tomaten und Paprika verkaufen?“, fragt Yıldız. Bei den höchsten Beamten in Washington habe man jedenfalls bereits vorgesprochen und für die Teilnahme an der Ausschreibung geworben.

Doch offenbar ohne Erfolg: „Sie sagten uns, dass das Projekt nicht durchführbar wäre. Es mag zwar nicht möglich sein, aber es ist von strategischer Bedeutung. Das Leisten eines strategischen Beitrags fällt Washington zu“, fasst er das Echo aus den USA zusammen.

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