CHP-Chef Kılıçdaroğlu: Großkurdistan steht vor der Tür

Der Vorsitzende der sozialdemokratischen Partei CHP, Kemal Kılıçdaroğlu, sieht die Gefahr eines Großkurdistan auf syrischem, irakischem und türkischem Boden. Die AKP spiele hier eine herausragende Rolle. Sie unterstütze sowohl die PKK, als auch die PYD in Syrien.

Kemal Kılıçdaroğlu, Vorsitzender der türkischen Oppositionspartei CHP, ist der Meinung, dass hinter dem derzeitigen Friedensprozess zwischen der PKK und der AKP die Gründung Großkurdistans stehe. „In der ersten Phase wird die Türkei in eingeschränkter Weise von den Energieressourcen des Nordirak profitieren. Die AKP wird hier die Gründung Großkurdistans beaufsichtigen“, zitiert die Hürriyet den CHP-Chef.

Großkurdistan werde nicht nur einige Territorien Syriens und des Irak, sondern auch der Türkei umfassen. Der Friedensprozess verlaufe nach den Wünschen des inhaftierten PKK-Führers Öcalan. Die AKP unterstütze den syrischen Ableger der PKK, PYD. Das Ziel sei die Teilung Syriens.

Sie versuche das Parlament ganz bewusst vom Friedensprozess mit der PKK auzuschließen, indem sie den Oppositionsparteien geheime Fakten vorenthält. Der Ansprech- und Kooperationspartner der türkischen Regierung sei Öcalan.

Allerdings hatte Erdoğan in der Vergangenheit betont, dass die Türkei vehement gegen einen unabhängigen Kurdenstaat in Syrien ist. Denn die Türkei befürchtet, dass sich kurdische Gruppen in Syrien mit der PKK vereinigen und Wünsche nach einem Großkurdistan in der Region offen austragen könnten. Die Folge wäre ein Krieg mit der Türkei, der vor allem den Süden des Landes bedrohen würde (mehr hier)

Die Obama-Denkfabrik „Center for American Progress“ stellte schon 2008 in einem Bericht fest, dass die geographische Neuordnung des Nahen Ostens unausweichlich sei (mehr hier).

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